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Welche Haushaltsgeräte braucht man wirklich?

haushaltBesitzen Sie auch überflüssige Haushaltsgeräte, welche ihren verdienten Stammplatz im Küchenschrank durch jahrelange Hartnäckigkeit ersessen haben und quasi zum Kücheninventar gehören? Ich kaufte mir neulich ein Topfset aus Edelstahl. Ein paar Wochen später bekam ich ein weiteres geschenkt. Das kann man unmöglich weiterreichen, ohne dass der Schenker beleidigt ist.

 Jetzt warte ich darauf, bis ein Topfset kaputt geht, und ich bin mir wahrlich nicht sicher, wen zuerst das Zeitliche segnet, das Topfset oder ich. Haushaltsgeräte in einer gesunden Dosierung eingesetzt, erleichtern uns jeden Handgriff, der ohne die Technik zu viel wäre. Haushaltsgeräte, mit denen kaum jemand etwas anfangen kann, verstellen uns die Sicht auf das Wesentliche im Küchenschrank, im Werkzeugschrank, in allen Ecken und Nieschen des Haushalts. Man kann unmöglich alles im Keller lagern, denn was dort einmal für die längere Ewigkeit verstaut wird, wird vom Keller gnadenlos gefressen.

Überflüssige Haushaltsgeräte im gepflegten Haushalt

Jetzt kommen die Hausfrauen und Hausmänner auf ihre Kosten, denn mit unseren Haushaltstipps bleibt kein Tipp mehr verborgen, der den Haushalt unterstützt. Früher brauchte man noch die Hände für jeden Handgriff, heute erledigen fast alle Handgriffe Haushaltsgeräte, die wie Dauermaschinen für uns arbeiten. Dabei sollten Sie aber bitte zwischen den nötigen und unnötigen Geräten unterscheiden.

Was muss da ein zweiter Gefrierschrank in der Küche stehen, wenn im Kombi Kühlschrank noch genügend Platz für weitere Pizzen und Fischstäbchen ist? Meistens lagern im zweiten Gefrierschrank ein paar tiefgefrorene Kräuter, die viel Platz haben, um sich eiskalt auszubreiten. Was machen wir mit der Kartoffelschneidemaschine? Der handliche Kartoffelschäler beherrscht seinen Beruf wie ein Meister, während die Maschine der Kartoffel richtig auf den Pelz rückt. Da wird die arme Kartoffel gleich um drei Nuancen kleiner. Und so geht es vielen überflüssigen Haushaltsgeräten, die im Grunde nicht wissen, wofür sie auf die welt gekommen sind.

 

Lassen Sie alte Haushaltsgeräte im neuen Glanz erstrahlen

Sind Sie auch Jäger und Sammler von Beruf? Besitzen Sie auch lauter Trophäen in Ihrem Haushalt, mit denen Sie im Alltag nichts anfangen können? Da lacht die alte Kaffeemühle aus dem hintersten Eck des Küchenschranks heraus und zeigt ihre verstaubten, gelb eingefärbten Zähne. Der Eierkocher versteckt sich hinter der Kaffemühle, obwohl er dahinter praktisch keinen Platz mehr haben dürfte.

Er fürchtet sich vor dem nächsten Sperrmüll, denn da muss er womöglich seinen hart erarbeiteten Standplatz im Schrankeck aufgeben. Ich sage Ihnen, besonders der Eierkocher ist zutiefst beleidigt, wenn er entsorgt wird. Im Grunde tun uns diese alten Haushaltsgeräte nichts, man spürt sie kaum, denn sie sitzen brav und regungslos in einer Ecke des Haushalts.

Sie unterhalten sich nur lediglich manchmal darüber, wer von ihnen wohl am längsten am Leben bleibt! Ich wusste es schon immer, Haushaltsgeräte haben eine Seele, besonders die alten, denn die werden mit der Zeit so arg anhänglich. Wenn Sie, lieber Besucher, Ihren Haushaltsgeräten einen Namen geben und anfangen, sich mit ihnen zu unterhalten, haben Sie kaum eine Chance, sich von den Lieblingen zu trennen.

Sie bauen ja förmlich eine Liebesbeziehung mit Ihren Haushaltsgeräten auf. Kein Wunder, dass Ihr Partner immer alleine ins Bett gehen muss, wenn Sie mitten in der Nacht noch schnell Ihre verstaubte Küchenmaschine gründlich streicheln müssen. Wie schaffen Sie mehr Wohnraum zwischen all dem alten Haushaltsgerümpel? Können Sie denn noch atmen zwischen hunderten von Holzkochlöffeln und alten angeknabberten Teigkarten?

Fragen Sie sich zuerst, wann Sie das Küchengerät zum letzten Mal gebraucht haben? Dann stellen Sie sich die Fragen: Wie stehe ich persönlich zu diesem Haushaltsgerät? Macht es mich glücklich? Ist es vielleicht im Keller glücklich? Brauche ich es in nächster Zeit noch einmal? Wenn Sie die alten Haushaltsgeräte nur noch als Staubfänger, oh Verzeihung, als Ziergegenstände hinter geschlossenen Schranktüren beherbergen, dürfen diese Geräte vorerst in den Keller wandern.

Dort ist die Luft kühl, sodass die Geräte immer einen klaren Kopf bewahren können. Ausserdem ist der Keller meistens weit weg, sodass Sie Ihre Geräte nicht jammern hören. Manche Menschen hören sogar die Wandfarbe laut atmen. Nach einem Jahr ist dann der Keller dran. Die Haushaltsgeräte sind jetzt ohnehin tief beleidigt und würdigen Sie keines Blickes mehr, denn die sind nachtragend wie Katzen. Nun können Sie das alte Gerümpel in Ruhe entsorgen, denn die Geräte haben die seelische Bindung zu Ihnen verloren, sie sind sozusagen end-domestiziert worden. Schaffen Sie sich mehr Platz in Ihrem Haushalt und verzichten Sie auf unnötige Haushaltsgeräte, die Ihnen die Sicht versperren.

 

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