Das Phantomsehen - wie entstehen Phantombilder Das wahrlich interessante Thema mit den Phantombildern beschäftigt viele Neurologen und auch einige Augenärzte. Das Phantomsehen tritt dann auf, wenn man durch seine hübschen Augen nichts mehr von der Welt erkennen kann. Ich habe hier extra für Sie, lieber Besucher, einige erstaunliche Experimente mit meinem Phantomsehen gemacht. Und weil mein niedlicher Augenarzt ganz heiss auf mich und meine Augenexperimente ist, lasse ich ihn so lange zappeln, bis er sich hier her auf diese Seite bemüht.
Gut, heiss auf meine Experimente ist er, denn meine sarkastische Kühlheit lässt ihn kalt. Ich hatte einst meine Augen gegen zwei Glasaugen eingetauscht. Nicht dass Sie mir jetzt erschrocken davonlaufen. Ich tat das nicht ganz freiwillig, ein paar Augenoperationen liefen mir aus dem gewünschten Lot, und da ich nicht blind und hässlich sein wollte, entschied ich mich, nur blind zu sein. Man muss ja nicht beides haben, aber ich sage immer, Schönheit vergeht, nur hässlich bleibt hässlich. Als ich mein Augenlicht verlor, konnte ich die Welt mit ihrer brutalen Realität zwar nicht mehr erkennen, oh wie schade, aber mein Unterbewusstsein störte sich nicht daran. So begann ich Phantombilder zu kreieren, wie ein Künstler, der keine Ahnung von seinem Handwerk hat.
Phantombilder sehen in der Phase kurz nach der ErblindungAls ich blind geworden bin, bemerkte ich das zuerst gar nicht so intensiv. Mein Augenarzt hielt mir ein paar farblich angehauchte Lichter vor das Auge, und ich erkannte die Farben alle richtig. Ich glaubte, das mit dem Sehen erledigt sich schon von alleine. Nach einigen schwierigen Verhandlungen mit meinem Augenarzt verliess ich siegessicher das Krankenhaus. Zu Hause sah ich Dinge, die erst erfunden werden mussten, damit ich sie überhaupt sehen konnte. Aber ich sah auch Sachen, die mir vertraut waren. So räumte ich den Spüler aus, ohne zu wissen, dass ich das Geschirr nur noch aus meiner Erinnerung aus dem Unterbewusstsein heraus sah. Ich sah meine Kaffeetasse, meinen Frühstücksteller und den leckeren Frühstückslachs beispielsweise am Morgen vor mir stehen, aber ich griff immer um ein paar Zentimeter daneben. So eine Pleite, wenn man sein Frühstück nicht erwischt! Das ist beinahe so, als ob man den Zug nicht rechtzeitig erwischt, die Fahrkarte bereits gekauft hat, und der Bahn jetzt einen Denkzettel verpassen will, indem man zu Fuss geht. Nun, ich glaubte zu sehen, was ich nicht sah und stolperte über alles drüber, was ich hätte sehen sollen. Meine innere Phantomwelt hatte eben ihre eigenen Vorstellungen von der Aussenwelt. Die Phantombilder nach ein paar Wochen BlindheitPlötzlich sah ich weisse Mäuse laufen, denn ich sah die Gegenstände in meiner Umgebung auch mit geschlossenen Augen. Nach einiger Zeit entwickelte sich eine spezielle Tag und Nacht Stimmung in meinem Phantomsehen. Ich sah für ca. drei Tage und Nächte hindurch weiss, und dann wieder drei Tage und Nächte schwarz, auch mit geschlossenen Augen. In den weissen Nächten müssen Sie mich einmal erleben, da bin ich aktiv wie eine Wildkatze. In den schwarzen Tagen rede ich nicht ununterbrochen und bin ziemlich normal, denn ich habe eine sarkastische Zunge, scharf wie ein Rasiermesser. In den weissen Tagen könnte ich Bäume pflücken, wenn die Wurzeln es zulassen würden, und in den schwarzen Nächten ruhe ich mich aus. Ich sage Ihnen, man gewöhnt sich an alles. Mein Leben ist farbenfroher und turbulenter geworden. Übrigens sehe ich zwischen den weissen und schwarzen Phasen die tollsten Farben. Aber nicht, dass Sie mir jetzt auf die Idee kommen, ich hätte etwas Unterhaltsames eingenommen. Ja, genau diese Phasen der Farbenpracht liefern mir einige Phantombilder. Das erste Experiment für meine PhantombilderIch liess mir mein letztes Auge entfernen, da es für seine eigentlichen Aufgaben nicht mehr zu brauchen war. Eigentlich wollte ich das Auge in Rente schicken, aber die Rentenkassen sind leer, und das Auge war ein richtiger Pflegefall geworden. Einst erkrankte ich an grünem Star, und das Glaukom, dieses Biest, hatte gewonnen im Kampf um mein Augenlicht. Ich entschied mich für ein Glasauge. Jetzt habe ich glatt zwei trendige Glasaugen. Nach der Augentfernung dachte ich, der Arzt hätte mich verarscht, denn ich fühlte mich so, als ob das Auge noch vorhanden wäre. Die Phantombilder waren alle noch brav vorhanden. Bei einem meiner Nachuntersuchungen setzte ich mir eine Sonnenbrille auf, denn so ein nicht mehr vorhandenes Auge kann recht unappetitlich aussehen, solange da kein Glasauge drin ist. Ich setzte meine Sonnenbrille auf und sah, dass ich eine Sonnenbrille trug. Jetzt wartete ich bis zu meiner nächsten Farbphase, kaufte mit zwei identische Brillen mit unterschiedlichen Gläsern und versuchte zu erkennen, ob ich immer die richtige Brille erwische. Mein Goldbär durfte mir die Brillen abwechselnd auf die Nase setzen. Ich lag 21 Mal daneben und 29 Mal aalglatt richtig. Tja, auch die weissen Mäuse können sich einmal irren. Phantombilder erschaffen neue WeltenJetzt stand ich da mit meinen Phantombildern. An eventuelle Galerien wollte ich sie auch nicht gerade vermitteln, denn diese Kunst ist unbezahlbar. Ich überlegte, was ich mit meinem Phantomsehen wohl anfangen könnte, denn ich mache ja aus jedem Mist etwas kommerziell Brauchbares. Sie werden es kaum glauben, aber ich verwende jetzt mein Phantomsehen für meine imaginären Visionen und Bilder im Unterbewusstsein. Damit lässt sich Erfolg steuern, Geld generieren, und Situationen und Wünsche lassen sich mit der Imagination und der Suggestion verwirklichen. Wir sehen ja eindeutig mit unserem Gehirn. Manche Menschen sind eben so zerstreut, dass man denkt, die teilen sich ein Gehirn untereinander auf. Tja, ich mache alles mit dem Kopf, und so sehe ich auch mit dem Gehirn. Die Gedanken leiten unsere Handlungen und schaffen die Realität um uns herum. Und wenn Sie jetzt denken, die Seite ist gut, dann ist dieser Gedanke die Realität. Übrigens können Sie dann bei der Gelegenheit diese Seite gleich weiterempfehlen. Wenn wir mit unserem Gehirn sehen, entstehen Gedanken, die uns zu Erfolg und Wohlstand verhelfen. Und genau dafür nutze ich jetzt mein Phantomsehen. Und wenn ich mein Penthouse in Wien besitze, spende ich mein eventuell überflüssiges Geld für die Augenforschung, damit ich auch mit meinen zwei Glasaugen die gleichen Bilder wie meine Mitmenschen sehe. Dann ist die U-Bahn wieder hässlich, aber zweckmässig. Bis dahin kaufe ich mir das Penthouse am Zeitungskiosk und achte darauf, dass mich dabei keiner beobachte. |