Operationsfehler - der Kunstfehler oder versehentliche Behandlungsfehler Operationsfehler und Pfusch im OP Saal boomen immer noch, aber wo kommen die Fehler bei Operationen her? Keiner ist gerne krank, aber wenn es denn schon sein muss, dass man den Weg ins Krankenhaus geht, der wirklich für alle ein Kanossagang ist, dann möchte man bitte wieder heil herauskommen aus der Grube des Operationssaals. Wenn der Arzt alles richtig gemacht hat, auch Tupfer und Schere nicht in der offenen Wunde liegen gelassen hat, bevor er sie zunäht, heilt der Rest von alleine.
Nur wie weiss der Arzt, der den Eingriff macht, wo die richtige Stelle am Körper ist, an der er schnipseln darf? Der menschliche Körper hat viele schnipselnswerte Stellen. Deshalb ist es wichtig, dass die zu operierende Körperstelle vor der Operation markiert wird, damit keine Verwechslungen vorliegen. Meist sieht der Arzt den Patienten im Operationssaal nicht, sondern nur Körperteile, die aus der sterilen Abdeckung hervorblitzen. Der Patient ist hoffentlich im Tiefschlaf und kann sich auch nicht äussern. Gott sei Dank, denn sonst würde er ständig rufen, dass er Schmerzen hat. Nun, manchmal ist es auch so, dass der Arzt, der am Vortag das Gespräch mit dem Patienten hält, nicht der operierende Chirurg ist, sondern ein ganz anderer sich an die Körperteile heranschleicht. Das Markieren der zu operierenden Körperteile ist wirklich notwendig. In den USA, Sie wissen schon, in dem Land, in dem alles möglich und machbar erscheint, werden Patienten tatsächlich schon lange markiert. Also halten Sie sich schon mal symbolisch einen dicken, roten Stift in Gedanken bereit, falls bei Ihnen eine Operation ansteht. Eigentlich geht es immer gut, aber auch Gott macht manchmal, nun gut, sehr selten, Fehler. Verwechslungen hat es tatsächlich schon gegeben, zwar nicht sehr viele, zumindest nicht so viele, wie es Verkehrsunfälle auf den Strassen gibt, aber sie existieren, die chirurgischen Verwechslungen in den heiligen Operationssälen. So wurde einer Patientin einst die Brust vergrössert, die eine Verkleinerung wollte, dafür aber einer anderen Patientin die ohnehin schon kleine Brust verkleinert. Da die beiden ihre Brüste nicht untereinander austauschen konnten, liefen sie bestimmt eine Weile wie Hühnchenbrüstchen und Übergrössenbombe durch die Strassen. Übrigens, der Patient, dem der kranke Lungenflügel anstatt dem gesunden entfernt wurde, lebt meines Glaubens noch. Deshalb haben auch Sie reale Chancen, aus dem Operationssaal wieder heil herauszukommen. Wenn in diesen 0,0000069 Fällen etwas schief gehen sollte, erfahren Sie es hinterher, denn Sie schlafen währenddessen.
Liegen Operationsfehler im Lifestyle Trend?Heute lassen sich die Ärzte rundum absichern, wenn sie einen Patienten aufschneiden und an ihm herumschnipseln. In den grossen Kliniken und Krankenhäusern bekommt man schon ganze Operationsangebote wie im Supermarkt, solange die Krankenkasse oder man selbst dafür bezahlt. Manchmal bezahlt man ja im wahrsten Sinne mit seinem Körper, wenn einmal ein kleines Fehlerchen passiert. Ein kleiner Ausrutscher des ruhigen ärztlichen Händchens ist manchmal ein grosser Ausrutscher für den Patienten. Aber dafür hat man ja alle Risiken und Nebenwirkungen unterschrieben. Liegen nun Operationen mit fehlerhaftem Ausgang im Lifestyle Trend? Na hoffentlich nicht, denn sonst wären wir wieder Willkommen im Mittelalter, wo Pfusch an den Menschen an der Tagesordnung war. Unsere heutige Medizin leistet viel, und in den meisten Fällen können Sie sich beruhigt unters Messerchen legen. Schauen Sie, dass Sie bei einer Operation möglichst am Morgen drankommen, denn da ist der Arzt noch ausgeschlafen und wach genug. Ihr persönlicher Kreislauf ist noch in Takt und Sie müssen nicht so lange Durst leiden. |