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Ist Fastfood nur lecker und ungesund oder auch gesund

fastfood-burgerEssen Sie auch gerne Fastfood? Wenn ich an einem Burgerking, einem Pizza Hut oder an einem McDonald`s vorbeifahre, muss ich glatt Nase und Augen zuhalten, damit ich nicht in die Versuchung komme, etwas dort zu essen, denn für mich ist das Fastfood bereits aus weiter Ferne so lecker, dass ich kaum Nein sagen kann. Jetzt sehe ich ohnehin nur so viel wie ein Maulwurf, aber die Fastfood Restaurants stechen mir ins Auge wie ein funkelndes, goldenes Schwert mit Diamanten besetzt.

Nun, irgendetwas muss der Mensch doch essen, denn sonst wird er selten satt. Macht das Fastfood eigentlich wirklich satt, oder regt es bloss den Appetit an und liegt faul im Magen, ohne uns Nährstoffe zuzuführen? Immerhin, zwischen den leckeren Sossen in einem Burger habe ich auch schon eine Tomate und ein wenig Salat entdeckt. Gemüse ist also oberflächlich gesehen vorhanden.

Neulich bin ich sogar einer dicken Kartoffel unter meinen Pommes Frites begegnet, als ich wieder einmal so einen unwiderstehlichen Burger bestellte. Was ist dran und drin, wenn man sich für Fastfood entscheidet? Ich sage Ihnen, ich habe die Burger, Dips, Beilagen und Sossen studiert, als ich eine Zeit lang ein wahrer Fan des Fastfoods war. Drin ist nicht viel, denn sonst kann es nicht sein, dass man nach dem Essen hungriger als vorher ist. Jedoch das, was drin ist, schmeckt so lecker, dass wahrlich etwas dran ist am Fastfood Kult.

 

Ist Gemüse im Fastfood drin?

Nun, wie bereits erwähnt, tummeln sich gerne einmal Tomaten, ein wenig Salat, ein paar Zwiebelringe und eine gekochte Gurke in den Burgern. Ob das Gemüse aber ausreicht, um seinen Tagesbedarf an Vitaminen zu decken, bezweifle ich, denn die gekochten Gurken lechzen nur so vor Sehnsucht nach frischen Vitaminen, genau das fehlt ihnen nämlich, das Vitamin im Frischzustand.

Ich kann es mir nicht erklären, warum ich bloss keine grossen Aussichten auf gesundes Gemüse in den Burgern entdecken kann, aber vielleicht liegt es an der Zubereitung der Burger. Wie überleben Vitamine im Gemüse, wenn es in der Mikrowelle erhitzt wird? Gut, das kann ich mir noch erklären, denn die überleben tatsächlich. Gemüse wird in der Mikrowelle sogar besser als im Gartopf.

Aber wie können die sensiblen Vitamine zwischen den leckeren Sossen und dem Fleisch in den Burgern überleben? Hier ist nämlich die Falle eingebaut. Der versteckte Zucker, die Aromen und die künstlichen Sossen sind es, die das Gemüse vom Nährwert aus gesehen, förmlich unterdrücken, sodass unser Körper mit dem reinen Fastfood alleine nicht gut haushalten kann. Deshalb bekommen wir nach dem Essen von Fastfood laufend das gemeine Hungergefühl und bestellen einen zweiten Burger. Das kann nur dick machen.

Das grosse Fastfood Experiment

Als ich verrückt nach dem schnellen Essen war, frass ich mich förmlich durch die Burger, Pommes und kleinen Häppchen durch. Meine Lieblinge waren die Chicken McNuggets, bis ich bei Burger King den Gemüseburger entdeckte, denn dort sind die Burger etwas grösser und die Pommes ein wenig heller. Ob ich dadurch auch heller im Kopf geworden bin, weiss ich bis heute nicht.

Auf jeden Fall sank meine Leistung ab. Der Tag wurde für meine subjektiven Begriffe immer länger, denn so wie das Fastfood schwer in meinem Magen lag, so empfand ich auch den ganzen Tag. Anfangs bemerkte ich dieses schleichende Phänomen gar nicht, denn ich war immer noch mit meinen verwirrten Geschmacksnerven beschäftigt, die sich ans schnelle Essen gewöhnt hatten.

Nach und nach erkannte ich, dass meine Arbeitsleistung vor Scham in den Keller flüchtete. Ich war ständig müde, ja sogar ein wenig gereizt und irgendwie fast schon depressiv. Das passiert mir mit Schokolade nie, aber die Süssigkeiten haben ohnehin Glückshormone im Hinterkopf, die sich beim Verzehr im Körper und im Gehirn ausbreiten wie Löwenzahn auf einer Sommerwiese.

Als ich wieder bei einem Fastfood Restaurant vorbei schaute, um zu frühstücken, bemerkte ich, dass ich zwar die ganze Nacht durchgeschlafen hatte, aber bereits am Morgen müde war. Stellen Sie sich vor, ich ging zum Arzt. Meine Blutfettwerte waren hoch, mein Blutbild sah katastrophal aus und meine Haut war wie ein Sesambrötchen, voller Hautunreinheiten. Ich verabschiedete mich schweren Herzens vom täglichen Fastfood Genuss und probierte es einmal mit gesundem Essen, welches ich selbst zubereitete.

Ab diesem Zeitpunkt begann mein spartanisches Leben in Sachen Ernährung. Heute sündige ich auch noch hin und wieder, aber ich mache es nicht zur Gewohnheit.

Das Experiment mit Fastfood in den Medien

Als ich wieder einmal meine heiss geliebte Nachrichtensendung auf RTL sah, entdeckte ich im Mittagsmagazin einen Bericht, der genau das Fastfood Experiment beschrieb, das ich einst gemacht hatte. Ein paar Probanden assen für einen gewissen Zeitraum nur noch ungesunde Kost.

Vorher wurden sie vom Arzt durchgecheckt und waren in Ordnung. Nach jeder Woche des fortlaufenden Experimentes konnte man den Gesundheitszustand der Probanden beobachten. Sie wurden müde, lustlos, depressiv, aggressiv und hatten zunehmend keine Freude mehr am Essen. Oh, die Antipathie, die sich gegen das Essen entwickelte, konnte ich bei mir damals nicht feststellen, denn mir schmeckte es immer.

Zwei Probanden gaben bereits in der Hälfte des Experimentes den Geist auf und verabschiedeten sich vom Fastfood. Also, an Durchhaltevermögen scheiterte es bei mir nicht, denn ich würde mich heute noch so ernähren, wenn mein Körper nicht solche Probleme damit hätte. Liebe Besucher, es stimmt also wirklich. Nachweisbar gelangt der Körper in einen leistungsabfallenden, ungesunden und schlechten Zustand, wenn man sich zu oft und zu ausführlich von Fastfood ernährt.

Das Luxus Fastfood für den gefüllten Geldbeutel

Ist das schnelle Essen zwischendurch eigentlich billig? Neulich war ich bei Pizza Hut und musste feststellen, dass der Preisunterschied zu einem normalen Restaurant mit gesünderen Menüs nicht hoch ausfällt. Und wenn ich beim Burger King oder McDonald`s meine sündig lecker schmeckenden Menüs bestelle, bezahle ich auch mehr Geld als früher. Billig ist das Essen im Schnellrestaurant nicht, aber es geht noch um eine ganze Ecke teurer, wenn man sich das Luxus Fastfood ansieht.

In den USA existiert ein Luxusrestaurant, in dem kann man sich eine Pizza mit Hummerstücken und Kaviar bestellen. Wenn man zufällig 1000 Euro zu viel in der Brieftasche schlummern hat, könnte man sich die Hummerpizza gönnen. In einem anderen Luxus Fastfood Restaurant in den USA bekommen Sie bei Bedarf einen Burger, gefüllt mit Trüffel und edlem französischem Filetfleisch.

Die Zwiebelringe, Tomaten und Gurkenscheiben werden sicherlich frisch zubereitet, von feinster Qualität geerntet und vorher mit einem Voodoo Erfolgszauber versehen. Den Luxus Burger können Sie bereits ab 100 Euro bestellen, den Voodoozauber müssen Sie wahrscheinlich selbst aussprechen. Übrigens essen Sie nicht mit Plastikbesteck und aus Pappgeschirr, sondern Sie dinieren auf edlen Porzellantellern mit goldenem Besteck.

Wenn ich mir überlege, wie oft ich zu Zara einkaufen gehen könnte, während ich so eine 1000 Euro Pizza verspeise, wird es mir ganz schlecht zu Mute und meine Beine kribbeln, weil sie zu Zara laufen wollen. Wie lange liegt so eine Luxuspizza im Magen? Wie lange hält ein farbenfrohes Kostüm von Zara? Wenn ich die beiden Fragen zusammen ins Duell schicke, gewinnt das Kostüm, denn ich brauche ohnehin wieder ein neues für meinen nächsten schwierigen Termin.

Der Nachtisch im Fastfood Restaurant

Bitte, was gibt es als Nachtisch? Ich esse am liebsten das cremige Eis bei McDonald`s, aber auch die Apfeltaschen sind es wert, gegessen zu werden. Früher konnte man ja den Eisbecher mitessen. Das war praktisch, denn ich konnte das Eis am Heimweg vernaschen, ohne dass ich einen Mülleimer aufsuchen musste. Die Welt wird auch immer plastikbesessener, von Tag zu Tag plastischer.

Im Luxus Restaurant bekommen Sie natürlich die Edelvariante eines Eisbechers, wobei Sie das edle Kristallglas auch nicht essen können. Sie könnten beispielsweise ein Eis, verziert mit essbarem Gold verspeisen, edelstes Vanilleeis aus einer seltenen Vanilleschote gepresst. Die süsse Blumenverzierung auf dem Eis ist aus reinstem Zucker, mit Gold überzogen. Das Gold essen Sie einfach mit, denn das liegt für einen Preis von 500 Euro wirklich elegant im Magen. So ein Eis möchte man kaum verdauen, so teuer liegt es im Bauch.

Salat im Fastfood Restaurant

Die Fastfood Ketten haben ein Umdenken gestartet. Seit längerem gibt es auch gesunde Salate. Ich habe sie alle getestet, aber so verführerisch wie das Rührei zum Frühstück sind sie nicht. Ich sehe die Salate als Alternative zum Burger, wenn man das Schnellrestaurant mit seinem flexiblen Charme und dem unwiderstehlichen Flair geniessen möchte, für einen Burger jedoch zu dick geworden ist.

Trotzdem bevorzuge ich die leckeren Burger. Wenn ich mich für Salat entscheide, bin ich gerade wieder einmal auf einer meiner zahlreichen Diäten, die nichts bringen, aber gut für die Beruhigung des schlechten Gewissens sind.

Macht Fastfood dick und krank?

Wenn es nicht so gut riechen und schmecken würde, dann könnte man sich das schnelle Essen ersparen, denn Gutes tut man sich auf Dauer damit nichts. Das reichhaltige Friteusenfett, die zuckerhaltigen Sossen und das Fleisch umschmeicheln den Körper wie eine sanfte Katze, die etwas zu futtern haben möchte. Natürlich werden wir von solch einem Essen dick und aufgeblasen wie ein Heissluftballon.

Wenn ich bedenke, dass ich einst in einem Heissluftballon heiraten wollte, hätte ich mich in meinen Fastfood Zeiten in mir selbst heiraten können. Bis jetzt lebe ich in einer wilden Ehe mit mir und meiner schwer zu bekämpfenden Genuss Sucht. Wenn Sie hin und wieder versehentlich in einen Schnellimbiss gehen, im Stehen eine leckere Pizza verschlingen oder gar am Drive In Schalter blitzschnell einen Burger im Auto mitnehmen, schadet Ihnen das nicht.

Nur wenn das Fastfood zu Ihrer Hauptnahrungsquelle wird, werden Sie nicht nur dick, sondern auch leistungsschwach und krank. Die meisten Krankheiten entstehen aus einer ungesunden Ernährung und zu wenig Bewegung. Man schläft eben gerne, wenn der Burger schwach und faul wie ein Sack im Magen liegt.

Machen Sie Ihr Fastfood selber

Fastfood lädt doch auch zum Selbermachen ein. Im Schnellrestaurant wissen wir nicht, wie lange die Tomaten bereits im abgepflückten Zustand reiften, bevor sie gebraucht wurden. Wir wissen auch nicht, wie lange das Fleisch bereits im toten Zustand auf seine Weiterverarbeitung gewartet hat, denn die Sossen überdecken den natürlichen Fleischgeruch.

Kaufen Sie sich beim Metzger Hackfleisch und machen Hackbällchen, sogenannte Hacklaibchen daraus. Schneiden Sie frische Tomaten, Gurkenscheiben und Zwiebelringe, halbieren Sie ein Vollkornbrötchen, befüllen Sie es und geben als Haftmittel ein leckeres Salatdressing in den Burger.

Schon haben Sie eine wahrlich gesunde Variante an Fastfood zubereitet. Natürlich hat dieser Burger einen vollkommen anderen Geschmack als im Schnellrestaurant, denn alles, was nicht drin ist, schmeckt so gesund an der selbstgemachten Variante. Sie können auch eine Pizza selber belegen, denn den Pizzaboden würde ich jetzt nicht zu einer schnellen Zubereitung zählen.

Pizza schmeckt lecker mit Spinat und Lachs, mit frischem italienischem Schinken, mit Tomaten und Mozarella, mit frisch geschnittenem Speck, mit einer selbst gemachten Tomatensauce. Natürlich können Sie sich im Supermarkt auch vorgefertigte Burger im Rohzustand kaufen, auch Pizzaböden, aber damit wären wir ja fast wieder beim Schnellrestaurant.

Ich kaufe mir meistens eine Pizza Margherita und belege sie selbst mit allem, was mich glücklich macht, sogar mit frischen Ananas Scheiben. Wenn die Zubereitung zu lange dauert, feiern und zelebrieren wir einfach einen neu erschienenen Kult, der sich genauso in unserer Gesellschaft etabliert hat, den Slow Food Kult.

 

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