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Neues aus der Augenforschung - Sehen mit dem Gehirn

Ich suche ein Forschungsteam, Augenforscher, Ärzte, Gehirnforscher, welche sich mit dem Thema - Sehen ohne Augen, nur mit dem Gehirn - beschäftigen. Ich würde sogar an der Brainport Studie als Probant teilnehmen, wenn es möglich wäre. Ich bringe gute Voraussetzungen mit, denn ich bin blind.

augenWir sehen ja mit unserem Gehirn, und die Augen sind der Kanal nach draussen zur optischen Aussenwelt. Im Gehirn entstehen die Bilder, die verarbeitet und interpretiert werden. Aber die Augen sind schon ein wichtiges Instrument, denn das Sinnesorgan spuckt die verarbeiteten Bilder aus. Wenn man jetzt unterschiedliche Leute ein Bild oder einen Gegenstand interpretieren lässt, entstehen unterschiedliche Aussagen. Ich hatte einst Visitenkarten für meine Künstleragentur.

Auf der linken Seite klatschte ich eine Rose hin. Ein Bekannter von mir erkannte darin das prestigebezogenste Teil des echten Mannes, den kleinen Mann in der Hosengegend, weil seine Gedanken immer heiss durch die Luft schwirren. Ein Freund erkannte in der Rose einen Erdbeerkuchen, da sich sein Leben um den Genuss am Gaumen dreht. Und so bekam meine echt stilvoll ausgearbeitete Rose alle möglichen Formen aufgezwungen.

Lieber Besucher, wir haben für die gängigen Dinge im Leben eine einheitliche Sichtweise und Kommunikationsebene entwickelt. So darf der Sessel in Ruhe ein Sessel sein und gemütlich auf seinen vier Beinen bei Tisch sitzen. Aber unser Gehirn verarbeitet jeden Gegenstand anders. Das merken wir auch, wenn wir Farben interpretieren wollen und eine gesehene Farbe eines Objektes aus einer Farbschachtel holen.

Der eine Mensch sieht ein Himmelblau, der andere Mensch nimmt ein dunkleres Blau aus der Farbschachtel. Fazit: Wir sehen in erster Linie mit dem Gehirn. Und deshalb bin ich der Meinung, man könnte in der Augenforschung den Kanal zur Aussenwelt mit innovativen Ideen nachbauen. Ich entwickle bereits futuristische Ideen und grössenwahnsinnige Konzepte, mit denen man eventuell die Augen am Körper nachbilden und zum Sehen bringen könnte.

Und hier suche ich eine Forschungsgruppe oder einen Augenforscher, der mit uns zusammenarbeiten möchte. Mein Ego und ich, wir wären schon zu zweit zweihundert Prozent einsatzbereit.

 

Das Eye Tracking in der Augenforschung

Zahlreiche Eye Tracking Studien haben gezeigt, wie unser Gehirn die Augen auf ganz bestimmte Elemente steuert, sodass wir visuell gerne von einer Richtung in die andere blicken. So sehen sich die Menschen gerne Webseiten von oben links nach unten rechts an. Und so kann man dann auch bequem die Onlineportale vom wichtigsten Element zum unwichtigsten Schnipsel anordnen.

Die Eye Tracking Studie hat aber auch gezeigt, dass unsere Augen nicht sehr viele Reize bewusst auf einmal aufnehmen können. Fünf Dinge merken wir uns auf einen Blick, manchmal auch nur drei Sachen. Der Rest verschwindet unter den Tisch. So passiert es bei überfüllten Webseiten, dass viele Details in der Seite untergehen. Ich habe mir jetzt Gedanken darüber gemacht, wie das Gehirn arbeitet, wenn mehr als drei bis fünf Elemente gleichzeitig wahrgenommen werden könnten, weil die sich gerade zufällig auf einer überladenen Seite befinden.

Da nimmt jeder Mensch andere Details in sein Bewusstsein auf. So verarbeitet das Gehirn diejenigen Eindrücke, die es kennt, die es für interessant hält und mit denen es etwas anzufangen weiss. Und genau das ist für jeden Menschen etwas anderes.

Jetzt könnte man diese Eye Tracking Studie auch für die Augenforschung nutzen, wenn man das Gehirn zum Sehen bewegen will. Manchmal will man ja auch mit dem Kopf durch die Wand laufen und ist hinterher heilfroh, wenn der Kopf nur eine kleine Macke abbekommen hat. Wenn man beispielsweise mit Elektroden das Sehzentrum im Gehirn stimulieren möchte, könnte man die Reize in die Gegenden unseres Gehirns leiten, in denen wir das meiste visuelle Wahrnehmungszentrum besitzen.

Ich weiss aus eigener Erfahrung und durch meine persönlichen Experimente, dass auch ohne Augen noch visuelle Zentren im Gehirn vorhanden sind. Ein Augenforscher meinte zwar, ich verarbeite noch ein paar alte Reize, aber die würde ich dann ja regelmässig jetzt bereits über ein ganzes Jahr verarbeiten. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich eine Waschtasche und eine Kaffeetasse mit meinen zwei Glasaugen gesehen habe.

Meine Beschreibung der Gegenstände passte mit dem realen Bild der Gegenstände zusammen. Was ist da passiert? Das Gehirn entwickelt womöglich Verzweigungen, die eine Art inneres Auge darstellen und das anatomische Auge im Gesicht ersetzen. Lieber Besucher, ich weiss noch nicht, welche Umstände es benötigt, um diesen Zustand auch bewusst auszulösen, aber ich finde es heraus. Hoffentlich erlebe ich es noch.

Die Netzhaut in der Augenforschung - Sehen mit Chip

Noch viel mehr Menschen sind mit einem irreparablen Netzhautproblem unterwegs. Die Zahl überragt die Blinden mit einer Sehnervschädigung. Und genau hier habe ich mir so meine Gedanken gemacht. Jetzt gibt es beispielsweise einen Netzhaut Chip, den man sich implantieren lassen kann. Mit einem gefüllten Geldbeutelchen ist dies schon möglich, denn die Operation kostet einige Tausend Euros.

Der Netzhaut Chip verbessert das Sehvermögen um ein paar Prozent. Die ersten menschlichen Ratten haben sich als Probanden bereits zur Verfügung gestellt und sich den Chip implantieren lassen. Wahrlich, die sehen damit besser. Ich würde ja in meiner grenzenlosen Euphorie und Visionsfreude gleich eine ganze intakte Netzhaut transplantieren wollen. Bis die Augenforschung so weit ist, beten wir noch einige Stossgebete und schicken sie in den Wissenschaftshimmel hinauf.

Wenn der Sehnerv noch in Ordnung ist und nur die Netzhaut etwas schwächelt, gibt es die Methode, mit einem eingebauten Chip und einer Spezialbrille zu sehen. Forschungen auf diesem Gebiet laufen in Österreich in Graz, in Deutschland in Tübingen und in anderen Kliniken auf der Welt. Ich glaube, die Netzhaut muss für diese Methode aber noch anliegen und darf nicht vernarbt sein. Also warten wir noch geduldig auf eine Netzhauttransplantation in der Augenforschung.

Nun, einer der Idealisten hat wieder einen neuen Meilenstein in der Augenforschung auf den Markt gebracht. Jetzt wurden einigen Probanden Chips unter die Netzhaut implantiert. Die Glücklichen können Umrisse erkennen, teilweise Buchstaben lesen, Licht und Räume sehen. Gut, es hat jetzt nicht viel mit der optischen Welt der Normalsehenden zu tun, aber es ist ein Fortschritt in der Welt der Dunkelheit.

Es macht schon einen Unterschied, ob man Licht erkennen kann, oder im Dunkeln tappt, auch wenn draussen die Sonne scheint und die Sonnenstrahlen den Blinden an der Nasenspitze kitzeln. Ach ja, Voraussetzung für so einen Chip ist es, dass man bereits einmal in seinem Leben gesehen hat, damit das Gehirn Bescheid weiss. Man muss seine Augen, zumindest noch eines davon besitzen und Netzhaut und Sehnerv müssen noch vorhanden sein. Wenn der Sehnerv bereits im Grab liegt, kann man da nur Erde drüber schütten.

Übrigens, jetzt habe ich ein kleines Detail vergessen, man braucht ca. 70 oder 80 Tausend Euro Kleingeld in der Tasche, aber Sie können auch in grossen Scheinen bezahlen. Nur eine Kleinigkeit. Da fällt mir ein, ich richte gerade wieder imaginär mein Penthouse in Wien ein. Die Möbel stehen noch im Möbelhaus. Entweder ich heirate einen reichen Mann, oder ich wohne bis auf weiteres im Möbelhaus.

Bin ich nicht auch ein Mitglied der Familie Putz, die beim Lutz residiert? Die Verwandtschaft ist manchmal so gross, dass man den Überblick verliert. Lieber Besucher, wenn bei Ihnen die Voraussetzungen stimmen, ist die Sache mit dem hauchdünnen Chip im Auge eine gute Rarität. Sie bleiben auch aussen optisch erhalten und behalten Ihre eventuell eitle Schönheit.

Die Augentransplantation in der Augenforschung

Viele blinde Menschen haben den Wunsch, eines Tages ein vollständiges Auge transplantiert zu bekommen. Ja, das wäre die ideale Herausforderung für jeden Augenforscher, der fanatische, idealistische Visionen verfolgt. Als bei mir der Teufel wütete und alles glorreich und bis zur Perfektion in meinem letzten funktionierenden Auge kaputt gemacht hat, implantierte sich in meinem Kopf der Gedanke einer Augentransplantation.

Man müsste jeden einzelnen Nerv im Gehirn, der für das Auge verantwortlich ist, untersuchen, damit man ein Auge optimal transplantieren könnte. Jetzt haben wir nur ein kleines Problem. Wir besitzen Millionen von Nerven, die sich für die Augen verantwortlich fühlen. Der Sehnerv ist kein strammer Junge, der alleine durch die visuelle Welt spaziert, er besteht aus Millionen Sehzellen.

Vielleicht tun sich einige Augenforscher zusammen und verzichten auf den harten Konkurrenzkampf, der sich um eventuelle Patente, Namensrechte und Gelder dreht. Vielleicht fallen auch irgendwann Weihnachten und Ostern auf den selben Tag, sodass wir den Christbaum mit Ostereiern schmücken können. Ich als unwiderstehlicher und gefühlsbetonter Weltverbesserer würde zumindest die erste Variante sehr begrüssen.

Geburtsblinde in der Augenforschung

Einige Menschen sind ja auch von Geburt an blind. Diese Menschen werden sich winden und wundern, wenn ihnen eines Tages das Augenlicht geschenkt werden sollte. Was fangen sie bloss mit den visuellen Reizen an? Da bekommt der Apfel in der Hand eine ganz andere Dimension. Die müssten wie Kleinkinder lernen, wie die Welt aussieht. Für Geburtsblinde würde ich persönlich andere Aspekte in der Augenforschung bevorzugen.

Das Sehen mit dem inneren Auge, mit dem Gehirn alleine. Wir brauchen hier beispielsweise keinen visuellen Kanal zur Aussenwelt schaffen, denn das wäre jetzt übertriebener Eifer. Geburtsblinde sehen mit ihren anderen Sinnesorganen. Hier könnte man beispielsweise die Ohren noch mehr sensibilisieren, den Tastsinn verstärken und die Mobilität verbessern. Neulich erzählte ich einem Freund, dass ich gerne ein Gerät hätte, mit welchem Vollblinde alleine einkaufen gehen könnten.

Dann könnte man durch eine Kamera die frischen Bananen ans Gehirn geliefert bekommen. Mein Freund schüttelte den Kopf und meinte, ich sollte weiterträumen. Er kann sich nicht vorstellen, alleine einkaufen zu gehen, da er fest davon überzeugt ist, dann zu lange zu brauchen. Und ich kann es mir doch vorstellen, weil ich gerne nach frischen Bananen greife. Irgendein Augenforscher könnte jetzt wahrlich endlich auf diese Idee reagieren und mich anrufen. Ich setze mich inzwischen neben mein Telefon und warte auf den Anruf. Lassen Sie mich bitte nicht verhungern, denn mein Telefon steht im Büro.

Augentropfen in der Augenforschung

Bitte, es irren so viele Glaukompatienten durch die schnelllebige Welt und sehnen sich nach einem Medikament, welches den Sehnerv stärkt, wenn der böse Augendruck zu hoch wird. Während sie davon träumen, laufen sie vielleicht gerade in ein parkendes Fahrrad hinein. Als ich in meiner Anfangsphase nicht wusste, dass ich an einem Glaukom erkrankt war, spazierte ich mit einer Seelenruhe in ein parkendes Auto, in ein stehendes Fahrrad, in ein paar Menschen und in eine Strassenlaterne hinein.

Mein Geschäftspartner sagte, er hätte nichts gegen Drogen, nur wissen müsste er es, wenn ich welche nehmen sollte. Naja, ein wenig tollpatschig war ich schon immer. In der unaufhaltsamen Hochphase meines Glaukoms wünschte ich mir ein paar Augentropfen, die den Sehnerv stärken. In China und in Italien wurden die ersten menschlichen Ratten bereits damit versorgt. Ob sie jetzt wirklich besser sehen, kann man nicht ganz sagen, denn beim grünen Star sieht man ohnehin einmal schlechter und hin und wieder besser.

Einst wollte ich auch Ratte werden, aber mein Rattenschwanz und die vier Pfoten wuchsen wahrscheinlich zu langsam, und so wurde ich schneller blind, als ich ursprünglich zur Ratte werden konnte. Jetzt wünsche ich mir die Augentropfen zur Sehnerv Stärkung eben für die Menschen, die noch etwas damit anfangen können.

Wollten Sie schon immer einmal Ihren Sehnerv stärken und Ihre Sehzellen aufpeppen? In der Augenforschung tut sich hier im Moment wieder etwas Neues. Augentropfen zur Stärkung des Sehnervs werden gerade erforscht. Besonders für Augenkrankheiten, die den Sehnerv schwächen, wie beispielsweise beim grünen Star, könnte diese Innovation sehr hilfreich am Augenmarkt sein.

In China werden diese Augentropfen gerade an Ratten getestet. Wenn ich mir vorstelle, dass damit wirklich der Sehnerv gestärkt wird, werde ich gleich ganz rattig. In Italien wurden die Augentropfen an Probanden getestet. Man weiss nicht, wie viel echte Wirkung und wie viel Suggestion dahinter steckt, aber einige Probanden empfanden eine positive Auswirkung auf Ihre Sehzellen.

Einer sah gleich doppelt so gut wie vorher. Ist das vielleicht die Rettung des Sehnervs? Unter einem hohen Augendruck könnten die Sehzellen länger erhalten bleiben, obwohl hier natürlich die Senkung des Augendrucks die Hauptrolle spielen muss. Wir werden sehen, wie sich der Markt entwickelt und was sich die Augenforschung noch so alles einfallen lässt. Immerhin ist bereits der Brainport in der Testphase, falls es mit den Sehzellen bergab geht und nur noch der Blindenstock zum zweiten Lebenspartner geworden ist.

Die Augen Operation in der Augenforschung

Noch schneiden wir die Patienten bei einer Augenoperation auf, wenn das Auge operiert werden muss. Da bleibt eine Wunde und eine Narbe übrig. Die Wunde heilt dann so gut sie es eben kann. Und das ist von Mensch zu Mensch individuell. Übrigens ist das menschliche Auge das Organ am Körper, welches am schnellsten heilt. Nach etwa drei Tagen hat man das Gröbste überstanden. Und doch wucherten bei mir die Entzündungen in einer Endlosschleife, sodass mein Auge einmal zu schrumpfen begann.

Jetzt hing ich an diesem hässlichen kleinen schrumpfenden Auge, wie ein Affe an seiner Banane. Und da mein Kopf in manchen Dingen weniger Gehirnmasse besitzt, als ein halbes Blatt Wurst, hing ich noch ein paar Monate an dem Auge. Die Schmerzen krochen mit mir am Zahnfleisch durch die Wohnung, so elend fühlte ich mich. Aber äusserlich nahm ich mich zusammen und liess mir in meinem sexy roten Kleidchen nichts anmerken.

Nach meiner Augenentfernung dachte ich über die Verbesserungen bei Augenoperationen nach. Wir müssen die Schnitttechnik verbessern, die Schnittstellen verkleinern. Wie wäre es mit einer WLAN Verbindung zum operierten Auge, welche das Skalpell, also das kleine Frühstücksmesserchen ersetzt? Und wenn man die Narkosemittel verfeinern würde, könnte sich der Körper nach einer Augenoperation besser auf die Heilung des Auges konzentrieren.

Ich war nach den Vollnarkosen so platt, dass ich die intimsten Details quer durchs Krankenhaus ausplauderte. Ich machte sämtliche Augenärzte verrückt und warf nur so mit Liebeserklärungen um mich. Ich glaube, ich mache mich nie wieder lächerlicher als nach meinen Augenoperationen. Jetzt spricht man ja in der Medizin von der Knopflochtechnik. Wenn das Auge auch in den Genuss kommt, wie ein Knopf mit Loch behandelt zu werden, würde man den Schnitt nicht mehr so sehr als Einschnitt ins Sehvermögen erkennen.

Die Augenforschung und Hilfsmittel für Blinde

Blinde haben jetzt wahrlich schon eine grosse Auswahl an Hilfsmitteln, und doch sind viele Geräte nicht oder kaum bezahlbar und müssen noch verbessert werden. Die Farberkennung ist noch nicht sehr ausgereift, so weiss ich nie, welcher rote Schal wirklich zu einem meiner roten Hosenanzüge passt. Ein Farberkennungsgerät mit Stilberatung wäre hier ideal. Das menschliche Auge sieht wirklich alles, manchmal auch das, was es besser nicht sehen sollte.

Und so könnte man das Auge für Blinde durch Geräte ersetzen, die technisch sehen können und das Visuelle entweder verbal ausspucken oder durch Elektrostimulation ans Gehirn weiterleiten. Wie wäre es mit einem guten Navigationssystem für Blinde, damit man zentimetergenau alles findet. Der vibrierende Blindenstock hilft uns, nicht immer gegen alle Gegenstände zu knallen, denn er meldet sich, wenn eine Sache im Weg steht.

Die vibrierende Armbanduhr würde beispielsweise in Räumen merklich voraussagen, wo jetzt der nächste Tisch und der stehende Sessel sich befinden. Da könnte man dann ohne Blindenstock in die Oper gehen. Zu meinem langen feuerroten Kleid passt mein weisser Blindenstock nur dann dazu, wenn ich meine weisse Perlenkette anziehe. Haben Sie etwa auch schon meine Tiefsinnigkeit unter meiner prallen Oberflächlichkeit entdeckt? Ja, ich setze mich auch für verbesserte Hilfsmittel für Sehbehinderte und Blinde ein, die mehr Lebensqualität bringen.

Ich sitze übrigens noch immer vor meinem Telefon und warte. Wann werde ich endlich zum Essen kommen? Übrigens brauchen wir noch unbedingt einen Barcodeleser, denn am Markt befindet sich ein Gerät für 2000 Euro. Für dieses Taschengeld lasse ich mir einen persönlichen Assistenten vorbeikommen, der mir sämtliche Dosensuppen und CD Beschriftungen vorliest. Ein Barcodeleser ist wichtig, aber sogar die Geräte für den Handel kosten weniger. In meinem nächsten Leben werde ich Barcodeleser, ein Scanner für die Kassen im Supermarkt. Was für ein idealistischer Beruf, das passt zu mir.

Das 3D Sehen in der Augenforschung

Natürlich, mit zwei Augen können wir dreidimensional sehen. Und sobald das zweite Auge weg ist, können wir nur noch zweidimensional sehen. Ich konnte schon mein ganzes Leben mit dem 3D Fernsehen nichts Brauchbares anfangen, aber ich übte bis zum Limit meiner Kräfte. Ich bilde mir immer wieder ein, dass ich etwas bewegen kann, wenn ich lange genug an einer Sache dran bleibe.

So habe ich jetzt nicht direkt gelernt, dreidimensional zu sehen, aber ich kann mir alles räumlich und somit dreidimensional vorstellen. Übrigens kann ich das auch durch die reine Visualisierung mit meinen zwei blauäugigen Glasaugen. Im Grunde befindet sich die dreidimensionale Sehkraft in unserem Gehirn. Mit zwei Augen werden beide Kanäle gleichzeitig aktiviert, sodass ein räumliches Bild entsteht, welches in die Breite, in die Länge und in die Tiefe gezogen wird.

Wenn man sich nun mit einem oder keinem gesunden Auge vorstellt, dass Dinge plastisch sind, so haben sie automatisch auch drei Dimensionen. Das kann uns beim Einparken, beim Abstandmessen, beim Orientieren und beim Leben allgemein helfen. Wenn wir Techniken entwickeln, die unserem Gehirn die 3D Ansicht suggerieren, wird das dreidimensionale Sehen auch mit einem oder keinem Auge leichter. Jetzt gibt es sogar das 5D Fernsehen, und dazu brauchen wir auch keine vier Augen.

3D Fernsehen in der Augenforschung

Kennen Sie 3D Fernsehen? Als ich zum ersten und letzten Mal im 3D Kino war, langweilte ich mich derart, dass ich heilfroh war, als der Film gleich wieder zu Ende war. Ich sage Ihnen, lieber Besucher, Memo war Spitze, aber der Fischfilm in 3D war die reinste Schlaftablette. Ich bin zweidimensional zur Welt gekommen, aber damit meine ich jetzt nicht, dass ich plattgewälzt wie ein Blatt Papier die Welt erblickte, ich sah nur vom ersten Augenaufschlag an zweidimensional.

Und so sah ich auch aus, ein wenig zerknirscht, aber süss, wie eben alle Babys aussehen. Wer nicht dreidimensional sehen kann, der kann auch kein 3D Fernsehen so erleben, wie die Leute mit zwei Augen. Ja, Sie brauchen zwei funktionierende und blühende Augen zum 3D Sehen. Als die 3D Bilder in ganzen Büchern auf den Markt kamen, kaufte ich mir gleich eines und wollte mein Unterbewusstsein überlisten, gut, ich wollte es damit überraschen.

Mein Unterbewusstsein war mächtig beeindruckt von dieser Sache, denn ich übe heute noch. Übrigens hat sich die Sache mit dem dreidimensionalen Fernsehen im Moment für mich erledigt, sodass mir mehr Zeit für das Wesentliche bleibt. Was geschieht im Gehirn beim 3D Sehen? Die Raumebene wird angesprochen, sodass man glaubt, ein Teil des Films zu sein. Ich wollte immer schon einmal ein Fisch sein! Übrigens gibt es jetzt das 5D Fernsehen, da können die Blinden auch Mitriechen und Mitgrabschen.

Die Ohren in der Augenforschung

Was bitte haben die Ohren mit den Augen zu tun? Nun, die Fledermaus weiss beispielsweise immer, wo sie sich befindet und in welche Haare sie fliegen muss. Das steuert sie mit den Ohren, denn die Fledermaus ist blind wie Paul der Maulwurf. In Amerika hat sich ein Trainer darauf spezialisiert, mit einer ganz bestimmten Schnalztechnik die Ohren so zu schulen, dass sie förmlich zu Augen werden.

Der fährt sogar mit seinem Fahrrad durch den Wald. Nun, ich bevorzuge die möglichst stummen Varianten und möglichst unsichtbaren Elemente, um mich zu orientieren, denn ich möchte nicht nach meinem Wasserglas und meiner Kaffeetasse schnalzen müssen. Ich rede viel lieber um den heissen Brei herum. Die Schnalztechnik kann man erlernen und üben. Ich habe mir überlegt, diese Schnalztechnik vielleicht durch elektronische Reize auszutauschen. Die Elektrostimulation für das Ohr. In diese Richtung könnten sich Augenforscher auch orientieren.

Die Augenforschung und die Zunge

Der Brainport hat das Licht der Welt erblickt. Eine Brille, mit der man aussieht wie Puck die Stubenfliege, ein Lolli, den man sich in den Mund steckt, und eine Verbindung, die das Gesicht zur Kabelrolle werden lässt, das ist der Brainport. Und trotzdem ist er genial, denn man kann mit ihm sehen lernen. Ich habe mir schon überlegt, so einen Brainport zum Arbeiten zu verwenden, wenn er ausgereift ist, denn dann kann ich meine Bilder wieder selbst bearbeiten und auf die Webseite stellen.

Ich liebe Farben und optische Momente. Nun, mit der Brainport Technik entsteht ein Prickeln auf der Zunge, welches dann ein Bild ans Gehirn liefert. Ohne Brille und mit einer WLAN Verbindung könnte man ja den Brainport verfeinern, damit man ihn optisch nicht mehr sieht. Vielleicht mit einem Tattoo auf der Zunge, damit man den Lolli nicht verschlucken kann.

Vielleicht könnte man die kleine Kamera unter die Bindehaut implantieren oder hinter ein Glasauge schieben. So wäre die perfekte Optik gesichert, denn man will sich ja auch attraktiv unterhalten dürfen.

Die Augenforschung und das Visualisieren

Ich habe entdeckt, dass man das Visualisieren erlernen kann. Ich übe es täglich bis zum Umfallen. Ich greife einen Gegenstand an, visualisiere ihn und bringe mein Gehirn dazu, das passende Bild zu liefern. So kann ich mir im Kopf alles optisch vorstellen. Es hilft mir im Umgang mit anderen Menschen, beim Arbeiten mit Bildern und Farben, beim Erklären von Dingen und beim Erzählen von optischen Eindrücken. Man kann das Visualisieren erlernen, damit man die optische Welt in Erinnerung behält.

Ideen und Visionen für die Augenforscher

Ich habe mich mit meinem grenzenlosen Gehirn auf die Suche nach innovativen Ideen und Konzepten gemacht, die der Augenforschung ein wenig auf die Sprünge helfen könnten. Mein Ziel ist es ja, die verschiedenen Augenforscher miteinander in Konkurrenz treten zu lassen und in einem laufenden Casting die, oder den Besten zu unterstützen.

Und da man seinen Sponsor in allen Bereichen zufrieden stellen sollte, muss man sich anstrengen und etwas bieten können. Also, liebe Augenforscher, strengen Sie sich an, damit endlich etwas weitergeht in Sachen Sehen ohne Augen. Hier kommen meine Ideen:

  • Sehen mittels der Haut. Unsere Haut ist empfindlich, da gibt es Stellen, die man nur am Freikörperkulturstrand sehen darf, die sind am empfindlichsten, aber die sind auch vollkommen ungeeignet zum Sehen. Die Augen im Dekollete sind vorwiegend zum gesehen werden da. Und trotzdem bin ich der Meinung, dass man auch diese empfindlichen Stellen auf eventuelle Reizbarkeit austesten kann. Reizend sind sie ja schon mal. Stellen Sie sich die Körperstellen vor, die Sie nur beim eigenen Partner anfassen würden. Gut, nicht unbedingt beim Partner, aber beim Liebeleinchen, bei der Affäre, der Zweitfrau, dem Geliebten. Hier ist die Empfindsamkeit sehr hoch, auch wenn es makaber klingt und sich noch schlüpfriger anfühlt.
  • Eine nächste Idee in der Augenforschung wäre, dass man unter das Glasauge einen Chip implantiert, oder eine Folie aufs Glasauge legen würde. Somit kämen Glasaugen und das nicht mehr vorhandene Auge im Hintergrund in Berührung. Die würden sich wunderbar ergänzen, nahezu liebkosen. Das wäre die beste und ästhetischste Lösung für das Sehen ohne Augen. Nachts kommen Glasaugen meistens auf den Nachttisch neben die dritten Zähne, da sieht man dann nichts. Ich wäre dann die Ausnahme, denn ich gebe meine Glasaugen fast nie heraus, die bleiben jahrelang an Ort und Stelle. Das liegt bestimmt daran, dass ich keine dritten Zähne besitze.
  • Neue Idee: Die Folie am Rücken, da ist viel Fläche vorhanden, an der man reizvolle Punkte erwischen kann, die das Gehirn stimulieren. Natürlich wären dann die Bikinizeiten etwas eingeschränkt, aber einst erzählte mir doch glatt jemand, man kann sich auch einen hübschen Einteiler im Sommer anziehen. Haben Männer Ahnung von weiblicher Eitelkeit?
  • Die nächste Idee wäre ein Armband, welches eng am Handgelenk liegt. Ich würde mir dann eines mit Edelsteinen kaufen, oder doch lieber reich heiraten.
  • Liebe Augenforscher, haben Sie schon einmal an den Hals gedacht? Also ich habe meinen Hals für mich entdeckt, als ein vermenschlichter Vampir mich derart gebissen hatte, dass ich eine Woche lang mit einem Halstuch durch die Gegend lief und der ganzen Welt einen kleinen Schnupfen vorspielen musste. Diskretion und der Heiligenschein sind wichtig für eine oberflächlich funktionierende Gesellschaft. Am Hals sind extrem viele empfindliche Punkte, die das Gehirn stimulieren. Ich wollte schon immer ein edles Collier tragen, mit Diamanten besetzt. Hoffentlich wird daraus nicht einfach nur ein Hundehalsband mit meinem Namen drauf: Sponsor Elisabeth Putz, die mittlerweile auf vier Beinen kriecht.
  • Eine verrückte Idee wären die Fusssohlen. Da könnte man förmlich auf seinen Augen laufen. Das wäre fast wie ein Herzschrittmacher, ein Hamster, der auf seinem Hamsterrad das Herz ankurbelt. Ich stelle mir gerade den Fitnesseffekt vor, wenn man laufen muss, um etwas zu Sehen. Wirklich, das ist eine gesunde Idee zum Sehen mit dem Gehirn.
  • Die Kopfhaut könnte man auch in die Augenforschung integrieren, denn die ist auch empfindlich. Wehe man reizt sie, dann lässt sie wie Rapunzel die Haare herunter. Mein Friseur sagt immer, man darf die Kopfhaut nicht reizen. Ich sage immer, Haare wachsen wieder nach.
  • Sinnesorgane wie die Zunge sind schon in der Probephase. Nun, die Augenforschung kommt auf viele verzweifelte Ideen, aber jedes Sinnesorgan erfüllt seinen Zweck und ist damit im Leben voll ausgelastet. Wir kennen die Langzeitfolgen nicht, wenn eines der kleinen Sinnesorgane das Sehen zusätzlich übernehmen soll. Ausserdem sieht der zwischenmenschliche Bereich arm aus, wenn die Zunge Sehen muss. Wie soll man dann noch seine kleine, im Hintergrund verschwindende Affäre küssen können? Andererseits, was muss man im dunklen Besenkämmerchen oder im Hotelzimmer noch grossartig sehen können? Ich wusste es immer schon, das Hotelzimmer und die Besenkammer sind wahrlich gefährliche Räume.
  • Eine neue Idee, welche die Pharmakonzerne bereichern würde, wäre die orale Sichtweise. Jetzt kommen Sie bitte nicht auf die Idee, dass dieses Phänomen etwas mit der Besenkammer zu tun hat. Ich meine damit Tabletten oder Kapseln, die wie die Pille eingenommen werden können. Gut, meine Pille klebt für alle sichtbar am Po, ich traue mich schon gar nicht mehr ins Schwimmbad. Vielleicht sollte ich doch einmal über einen schicken Einteiler wie in Omas Zeiten nachdenken. Auf die Idee mit dem Augenmedikament bin ich gekommen, weil ich wieder die Nahrungsergänzungsmittel Ocuvite Complete nehme. Als ich keine Augen mehr besass, dachte ich, jetzt bräuchte ich sie nicht mehr, aber als meine elendslangen und stolzen Fingernägel brüchig wurden, überlegte ich mir die Einnahme der Kapseln wieder. Als dann meine Kopfhaut verrückt spielte und ich meine Haare empfindlich schneiden lassen musste, nahm ich sie wieder. Und voila, meine nicht vorhandenen Augen entwickelten wahrlich utopische Phantombilder. Ich sehe mir im Moment gerade Schneewittchen im Gehirn an. Ich weiss, den Film kann ich mir noch nicht aussuchen, denn ich würde mir auch lieber "Der Teufel trägt Prada" ansehen. Übrigens habe ich in meinem Phantomfernsehen auch schon die Biene Maja und die Familie Barbapapa zu Gast . Das Gehirn reagiert anscheinend auf verschiedene Stoffe in der Natur, denn es sind natürliche Nahrungsergänzungsmittel, die ich da nehme. Da fällt mir ein, mit dieser Idee könnte ich einmal reizend auf die Pharmakonzerne zugehen, die sollen auch etwas von der Augenforschung haben.

Alle meine Ideen haben ein Ziel: Die Ästhetik steht im Vordergrund, denn wir wollen ja für ein bisschen Sehkraft nicht gleich den Körper optisch sichtbar so verunstalten, dass eine zweite Behinderung dabei heraus kommt. Alle Ideen beruhen darauf, dass man das Gehirn stimuliert, denn wir sehen ja mit unserem Gehirn. Wir müssen einen Kanal zur Aussenwelt schaffen, einen Augenersatz, eine sogenannte Kamera, die als aufgehende Sonne das Licht der Welt erhält, oder doch lieber erhellt.

Materialien, die das Gehirn zum Sehen anregen könnten vielleicht folgende sein:

  • Metall, denn Metall leitet immer gut. Am besten Edelmetalle, denn Gold, Silber und Platin sehen edel aus.
  • Folien, denn darauf reagiert die Haut unbedingt und ausreichend zuverlässig.
  • Hautähnliche Substanzen, denn wenn uns andere Menschen anfassen, spüren wir das intensiver, als wenn wir uns selbst angrabschen. Kitzeln Sie sich einmal selbst. Lachen Sie dabei? Aber kitzeln Sie mich niemals, denn da treffen Sie bei mir auf einen empfindlichen Nerv.
  • Substanzen aus der Natur, denn in der Natur ist Leben. Gut, im Reagenzglas entsteht auch Leben, aber die Natur kann man niemals eins zu eins nachbauen. Etwas fehlt immer.

Ich vermarkte mich für die Augenforschung

Ich habe mir in einer meiner geistigen Umnachtungen überlegt, dass ich mich mit meinen zwei himmelblauen Glasaugen für die Augenforschung einsetzen möchte und mich vermarkte. Ich bin jung und ich brauche das Geld. Nein, es ist ja für einen guten Zweck gedacht, wenn ich mich zum Clown der Nation vermarkten lasse. Ich dachte an Werbung, aber meine Gedanken kreisen ohnehin immer um das Thema Werbung.

Die Mittel und Gelder für die Augenforschung generiere ich aus diesem Lifestyleportal. Immerhin, die Bildzeitung hat schon eine beachtliche Anzahl an Lesern, da werde ich doch locker mithalten können, was? Man muss eben an das Unmögliche glauben können, damit das Mögliche rasch eintritt und das Unmögliche bald darauf folgen kann. Weiters könnte ich mich als Werbeträger vermarkten. Wie wäre es mit Werbung für den Augenprothetiker, das Glasauge als Modeaccessoire? Hoffentlich haben Sie lieber Besucher, bereits gegessen, wenn Sie sich solche makaberen Angebote ansehen.

Futuristische Vermarktungsmöglichkeiten zur Geldgewinnung für die Augenforschung

Da mir nur einige wenige Zacken aus meinem Prinzessinnen Krönchen fallen würden, neulich hatte ich doch glatt ein Kopfhautproblem und ein bisschen Haarausfall, da dachte ich mir, wie könnte ich mich am besten vermarkten, damit genug Geld für eventuelle grössenwahnsinnige Ideen für die Augenforschung generiert wird? Da fielen mir futuristische Vermarktungsmöglichkeiten ein.

  • Ich warte geduldig und voller Sehnsucht, bis mich Herr Richard Lugner zum Opernball einlädt und mich vor eine brauchbare Kamera stellt. Ein Katzi, Mausi, Hasi oder Schnucki mehr oder weniger fallen am Wiener Opernball nicht auf. Ich habe einen Vorteil gegenüber Dieter Bohlen: Ich bin eine Frau.
  • Ich warte noch geduldiger ab, bis mir die Presse einen gebührenden Platz auf der Titelseite schenkt, wo ich doch jetzt zwei so schöne blaue Glasaugen besitze.
  • Ich warte mit einer unglaublichen Geduld darauf, dass mich die TV Medien in eine publikumsfreundliche und gerne gesehene Sendung einladen, ich in den Nachrichten mit meinem Augenforschungsprojekt erwähnt werde und einen festen Platz in den Seitenblicken erhalte.
  • Ich warte darauf, dass mir die Medien ein paar Werbesekunden schenken, damit ich mein Lifestyleportal auf den Flachbildfernseher klatschen kann.
  • Ich gebe gegen entsprechende Belohnung mein Gesicht mit den zwei himmelblauen Augen gerne für Werbebotschaften auf Produkten her. Ich wollte schon immer von einem Kräutertee herunter lachen, oder aus einem Kaffeekännchen heraus grinsen.
  • Ich warte darauf, dass ich bei Sendungen wie Licht ins Dunkel mein Lifestyleportal erwähnen darf, denn die Augenforschung bringt ja gerne Licht in das dunkelste Dunkel.

Übrigens, lieber Besucher, wenn Sie schon einmal hier sind, helfen Sie mir dabei, die Besucherzahlen der Bildzeitung zu erreichen und machen Sie Werbung für mich.

Mein Experiment - Sehen im Unterbewusstsein

Da ich im Moment blind geworden bin, habe ich aus Spass gesagt, dass ich mir ein Auge im Unterbewusstsein züchte. Ab diesem Moment haben sich einige Dinge in meinem Leben geändert. Seit ich sage, meine Augen sind vollkommen gesund, und ich sehe alles wunderbar, sind alle Menschen attraktiv und wunderschön.

Ich habe mir überlegt, wenn man sich in seinem Unterbewusstsein alles vorstellen kann, was sich im Leben dann auch verwirklicht, dann kann ich mir auch ein gesundes Auge im Unterbewusstsein züchten, vielleicht auch zwei. Und so starte ich hier mein Augen Experiment. Wir werden sehen, wie sich die Sache entwickelt. Bei meinen letzten Augenoperationen war ich bitteschön direkt an der Grenze zum Limit, aber ich lebe ja ohnehin immer ein wenig nahe an der Grenze zum Grössenwahnsinn.

Auf jeden Fall dachte ich mir, ich könnte doch zu Hause bleiben, man bräuchte doch nur mein Auge in den Operationssaal schicken. Ab diesem Zeitpunkt kam mir die Wahnsinnsidee in den Kopf, ein Auge zu transplantieren. Was etwa die kleine Ratte dazu sagt, wenn eines Tages die ersten Experimente in dieser Richtung an ihr vollzogen werden? Wir sagen der Ratte lieber noch kein Wörtchen, sonst sucht sie das Weite. Übrigens wollte neulich der Maulwurf die Barbie heiraten, aber die Hochzeit kam nicht zu Stande, denn der Maulwurf fand mit Blindenstock und Blindenschleife nicht zum Traualtar.

Meine Mutter sagte, sie würde mir ein Auge spenden. Lieber nicht, sonst sehe ich womöglich die Welt mit ihren Augen, nein Danke, dann wäre bei mir zu Hause jeden Tag Regen und schlechtes Wetter. Das Auge ist ein wahrlich komplizierter Apparat, kein Wunder, dass hier die Natur bei vielen Menschen Fehler in der Produktion macht. Schon wegen der Kompliziertheit müsste man die Natur überlisten oder nachbauen können. Hoffentlich dauert es nur noch ein paar Jahrzehnte. Neulich träumte ich, dass mein Projekt für die Augenforschung Früchte trug, das erste Auge transplantiert wurde, aber ich bekam im Traum leider bereits meinen Nachruf in den Medien.

Naja, glücklicherweise wacht man aus solchen Träumen wieder auf und findet sich in der Realität wieder. Ich war zu diesem Zeitpunkt wie immer verliebt, denn ich schwanke von einer Verliebtheit in die nächste, sodass mir Alpträume nicht den süssen Schlaf rauben. Hier kommt er noch schnell, mein Lieblingssatz: Wir werden sehen!

Jetzt habe ich mir über Monate in meinem Unterbewusstsein überlegt, wie ich wieder sehen könnte. Ich habe mir in meinem grenzenlosen Grössenwahn eingebildet, wieder zu sehen. Die Menschen in meiner Umgebung sind unheimlich schön und attraktiv geworden. Nun haben sich weitere Türen geöffnet. Ich liess mir nach reiflicher und wochenlanger Überlegung mein letztes Auge entfernen.

Blind und hässlich, mit Schmerzen verziert, das wollte ich nicht sein, wenn ich die Wahl hatte, blind und schön zu sein. Der Maulwurf will ja auch ständig die Barbie heiraten und arbeitet eifrig daraufhin. Ich besitze jetzt zwei blaue Glasaugen, und mein Augenprothetiker hatte jede Menge zu tun mit mir. Gut, wenigstens die Augenfarbe konnte ich mir aussuchen, denn mit zwei himmelblauen Augen wirkt der Augenaufschlag besser, wenn man seine Wünsche durchsetzen möchte.

Jetzt arbeitet mein Unterbewusstsein wieder fleissig auf das optimale Sehvermögen hin. Gut, ich habe Körperstellen an mir entdeckt, die so empfindlich sind, dass man sie zum Sehen bringen könnte. Sie kennen bestimmt die empfindlichen Stellen am Körper, die man zum Vibrieren bringen kann, wenn man weiss, wo und wie man sie anfassen muss.

Ich vertiefe dieses heikle Thema ohnehin nicht, denn nachts schlafe ich meistens auf meiner Bettseite. Muss man immer mit den Augen alleine sehen? Man sieht doch mit dem Gehirn, und da könnten die Augenforscher ansetzen und sich an die Arbeit machen.

 

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