Weihnachten feiern

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So sehen kreative Christbäume aus

weihnachtsbaumHaben Sie sich schon für einen Christbaum entschieden, den Sie nicht so schnell vergessen? Denken Sie an Ihre Verwandten, Nachbarn und Bekannten. Stellt man nicht manchmal den üppig geschmückten Baum nur für diese Leute auf?

In unserem Wintergarten steht beinahe jedes Weihnachten ein kolossal ausgefallener Cristbaum direkt an der Glasfront, nur damit die Nachbarin sieht, welchen Baum wir haben. Sogar für ihre drei Hunde steht unser Christbaum im Wintergarten.

Gut, sie hat sich noch nie bezüglich des schicken Anblicks geäussert, aber immerhin hat sie sich auch noch nie darüber beschwert, wie luxuriös wir den Baum vor der Fensterfront platzieren.

Liebe Besucher, denken Sie nur einen kurzen Augenblick daran, wie der Neid an Tante Ernas Augen klopft, wenn sie zu Besuch kommt und einen dekadent gestylten Christbaum sieht, der kreativ wie kein anderer mit seinen saftig grünen Tannenzweigen zum Hallo-Grüsschen winkt. So einem Baum möchte man am liebsten die Hand zur Begrüssung schütteln. Weihnachtsbäume gibt es wie Sand am Meer, seit auch die Chinesen das Weihnachtsfest für sich entdeckt haben, aber es sind die kreativen Bäume, die mitten durch die blitzenden Augen gehen und mindestens ein Jahr lang im Kopf bleiben.

 

Der feuerspuckende Weihnachtsbaum

Leute, bitte vergessen Sie nicht, bald ist Weihnachten. In Berlin steht übrigens der Lifestyle pur, eine wahnsinnige Konstruktion aus Metall. Der Weihnachtsbaum heisst vermutlich Grisu, denn er träumt nachts davon, endlich Feuerwehrmann zu werden. Der Baum spuckt Feuer in regelmässigen Abständen, damit die Leute zeitlich hautnah am heissen Ofen ihre Hände wärmen können.

Da der Christbaum vor einer Kirche steht, bekommt man schon zu Lebzeiten rechtzeitig einen angenehmen Vorgeschmack auf das Fegefeuer, falls man einmal sündhaft teuer sterben sollte. Übrigens war der Berliner Feuerwehrmann, halt, ich meinte natürlich der Baum, auch sündhaft teuer, denn er kostete über 12 000 Euro. So eine Hexenverbrennungsanlage vor der Kirche lässt man sich schon was kosten. Im Mittelalter hätte ich mich mit meinem rotgewandeten Flair von solchen Bäumen fern gehalten.

Übrigens finde ich den Baum nicht übel, denn eines muss man ihm lassen, er trägt eine feurig heisse Kreativität in sich. Den Schönheitspreis gewinnt er vermutlich nicht, aber vielleicht erbarmt sich ein Schönheitschirurg und verpasst ihm nächstes Jahr ein paar schöne und vor allem starke Oberarme aus Wasserschläuchen, damit der Weihnachtsbaum auch Goldschmuck tragen kann. Ich möchte nicht wissen, wie viel dann der Juwelier kostet, der den Baum edel im Golddesign einkleidet.

 

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Impressum   © Elisabeth Putz

 

 

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