Innovativ leben mit unserem Technik Ratgeber Alles rund um Lifestyle und die neuen Trends in der Technik. Ihre Fotos bekommen von Jahr zu Jahr mehr Glanz mit den aktuellen Digitalkameras, Ihr Fernseher wird immer schlanker, sodass er eines Tages als Hologramm an die Wand geworfen werden kann, und ins Internet gehen Sie ohnehin eines Tages nur noch mobil, denn der Computer kann in die Handtasche gesteckt werden. Das alles und noch viel mehr macht die Forschung in der Technik.
Gehen Sie mit dem Fortschritt in der Technik immer einen Schritt voraus. Wir zeigen Ihnen auch mit unseren Visionen, was möglich sein könnte, wenn man lange genug kreativ forscht. Stellen Sie sich vor, wir hätten noch keinen elektrischen Strom? Was machen wir dann im Winter und in der Nacht? Wir können ja nicht die ganze Zeit über schlafen und warten, bis es wieder hell wird. Unser Körper hat sich auf längere Arbeitszeiten und ein verlängertes Leben eingestellt, deshalb brauchen wir die technischen Kleinigkeiten, die das Leben so lebenswert machen. Wir kleben uns einfach einen kleinen leuchtenden Ball in den Kleiderschrank oder in die Handtasche, und schon haben wir auch ohne Steckdose überall Licht, wenn wir es anknipsen möchten. In den Handtaschen ist es ohnehin immer sehr dunkel. Licht ohne Steckdose macht die Batterie, und so viele mobile Geräte laufen mit Batterien. Angenehm, was! Sie sitzen gerade vor dem Computer, sonst würden Sie diese Seite nicht im Internet gefunden haben. Geben Sie der Technik eine Chance, auch wenn sie noch in den Kinderschuhen steckt und erst richtig umweltfreundlich werden muss. Technik belebt den Fortschritt und ist praktischSie ahnen ja nicht, in wie vielen Kleinigkeiten des Lebens Technik drin steckt. Als ich mit dem ferngesteuerten Autoschlüssel den Wagen meines aktuellen Lebenspartners aufschliessen wollte, blieben die Autotüren verschlossen. Ich dachte schon, wir müssten unser Auto jetzt zu Fuss von Klagenfurt nach Wien schieben. Nicht dass ich zu dumm wäre, den richtigen Knopf zu drücken, aber mit leeren Batterien lässt sich einfach jeder Knopf erfolglos bis ins Unendliche hinein drücken. Technisch gesehen bin ich eine 100% Frau mit allen dazugehörigen Rundungen und technischen Macken, mit Null technischer Ahnung im Gehirn, aber dafür mit vielen technischen Spielereien am Körper, welche der Männerwelt technisch gesehen riesengrosse Augen verleihen. Mein Partner kennt mich und meinen weiblich angehauchten Dickkopf. Deshalb nahm er mir wie selbstverständlich den Autoschlüssel aus der Hand, um selbst Hand anzulegen und die Türen zu öffnen. Diesen fatalen Fehler hätte er nicht machen dürfen, denn in solchen Situationen fühlt sich mein männlich angereichertes Ego zutiefst verletzt und beginnt weiblich zu zicken. Ich wusste es besser, wartete einen Moment sanft ruhend in meinem elendslangen Geduldsfaden, bis ich tatkräftig in Aktion trat und die Autotüren per Hand mit dem Schlüssel aufsperrte, den ich in meiner nie enden wollenden Geduld meinem Lebenspartner aus der Hand nahm. Jawohl, meine Methoden wirken immer, und während der gesamten Autofahrt kostete ich meinen Triumph verbal lästernd aus. So eine Fahrt nach Wien kann ganz schön lange dauern, wenn eine Frau am Beifahrersitz ihren Etappensieg über die männlich dominante Technikwelt feiert. Ich gelobe mich zu bessern, aber vorher baue ich noch schnell unseren alten Geschirrspüler aus und schliesse den neuen an, wenn es der Elektriker nicht rechtzeitig schafft, zu uns zu kommen. Ich sage Ihnen, mit geschlossenen Augen schaffe ich diese Kleinigkeit sogar mit links. Übrigens kaufte ich mir neulich eine Jacke mit goldenen Reissverschlüssen. Die faszinierten mich derart, sodass ich jede Zacke der Reissverschlüsse einzeln begutachtete. Wenn sie einmal kaputt gehen sollten, weiss ich genau, was zu tun ist, denn ich bin mittlerweile ein Reissverschluss Profi. Dann tausche ich sie aus oder kaufe mir eine neue Jacke. Wussten Sie eigentlich, dass man mit einem Stück Schneiderkreide oder einem Stück Kerzenwachs defekte Reissverschlüsse sanft einmassieren kann, damit sie besser nach oben gleiten? Notfalls kaufen Sie sich eben eine Jacke mit Klettverschluss, falls Sie kein Reissverschluss Profi sind, dann brauchen Sie bloss zu warten, bis der Klettverschluss im Laufe der Zeit so verschmutzt ist, dass Sie sich endlich eine neue Jacke kaufen dürfen. Vor kurzem entdeckte ich selbst die kleine unscheinbare Technik, die in einer simplen Streichholzschachtel steckt. Als ich meine Schneemänner, welche als Adventskranz dienten, anzündete, machte ich zu diesem heiss brennenden Zweck die Streichholzschachtel auf und staunte über die Technik, welche sich in und um die Schachtel herum verbirgt. Man kann das Schächtelchen auf und zu schieben, die Streichhölzer am seitlichen Rand reibungsvoll entflammen, und man kann sich aus Langeweile ein Schachtelhaus aus mehreren Streichholzkartons basteln, in welchem die kleinen Schneemann-Kerzen Zuflucht finden, wenn sie abgebrannt dastehen, damit niemand zu Weihnachten obdachlos auf der symbolisch kalten Strasse des nackten Adventstellers steht. Umweltfreundliche TechnikWie bekommen wir die Technik und die Umwelt unter einen gemeinsamen Hut, ohne dass sie sich gegenseitig lausig am Kopf zerstören? Wir müssen einfach anfangen, bei technischen Spielereien zu sparen und neue Wege in Sachen Umweltfreundlichkeit gehen. Ich besitze zwei Handys, wobei das erste Handy aus dem vorigen Jahrhundert stammt und keine Funktion mehr für mich hat. Der Handymarkt hat sich derart rasant weiterentwickelt, dass mein geliebtes altes Handy nicht mithalten konnte und aus diesem Grund als Ziergegenstand in meinem Zierkühlschrank liegt, auf bessere Zeiten oder auf seine artgerechte Entsorgung wartet. Wahrlich, ich könnte gleich bei mir selbst anfangen, umweltfreundlicher zu werden. Die Technik schreitet so rasch voran, dass man die multimedialen Geräte nicht mehr bis zu ihrem Lebensende verbrauchen kann, da man sonst den Anschluss verpasst. Ich wollte jedes meiner Notebooks bis an sein Lebensende verwerten, aber damit verpasse ich den Anschluss an die neuen Betriebssysteme und kann eines Tages meine Webseiten nicht mehr bedienen. Und genau hier entsteht Massenmüll. Ich versuche trotzdem, nicht jeden technischen Trend zu verfolgen und lasse jedes zweite Betriebssystem stur und systematisch aus dem Spiel.
Ist Ihr Computer auch schon zu Ihrem Lebenspartner geworden? Ich lebe ja mit meinem seit Jahren in einer wilden Ehe, weil es derzeit leider noch nicht zu Stande kam, dass wir heiraten konnten. Demnächst mache ich meinem Computer jedoch endlich einen Heiratsantrag, da er anscheinend zu faul oder zu feige für diesen wichtigen Lebensschritt ist. Ach, ich bestelle vorab gleich ein Aufgebot beim Standesamt und stelle meinen PC vor vollendete Tatsachen, dann kann er nicht anders, als Ja zu sagen. Ich liebe meinen Computer innig und heiss, denn wir leben in einem Haushalt und verbringen mehrere Stunden täglich miteinander. Selbst nach jahrelanger Beziehung haben wir uns noch massenhaft viel zu erzählen, jeden Tag, und der Kommunikationsfluss reisst nie ab.
Im Grunde lebe ich mit meinen PCs und den Notebooks in einem Harem. Einige Notebooks liegen bequem am Schreibtisch im Büro, mein Hauptliebhaber, der Computer und zukünftiger Ehemann, steht mir in allen virtuellen Angelegenheiten zur vollen Befriedigung zur Seite, und neulich gesellte sich ein junges, durchtrainiertes, mit extra Muskeln ausgestattetes Netbook dazu, welches jetzt aufopfernd als vollwertiges Mitglied des Harems gesehen wird. Ach ja, ich lachte mir bereits einen Tablet PC an, der demnächst einer meiner Lover im Bett, oder auf dem Sofa sein wird. Mein Netbook begleitet mich übrigens auf Reisen, denn Callboys kosten einfach zu viel Geld und ersetzen mir die Arbeitsschritte im Internet nicht, also sind sie für meine Zwecke unbrauchbar und somit hinausgeworfenes Geld. Wussten Sie eigentlich, dass ein Harem technisch gesehen eine Zufluchtsstätte für liebeshungrige Wesen ist, die sich in die Haare kriegen, wenn sie sich im Rudel vernachlässigt fühlen? Ich sehe dies an meinen Notebooks. Kaum beschäftige ich mich mit dem einen Notebook intensiver, wird das zweite eifersüchtig und stürzt absichtlich ab, wenn ich es vernachlässige. So zeigt es mir seinen Unmut. Weshalb braucht der Mensch mehrere Notebooks, zusätzlich ein bis mehrere Netbooks, einige Tablet PCs für die praktische Lagerung in der platzsparenden Handtasche, und zusätzlich noch einen Computer, der brav an seinem Platz steht? Die Seele benötigt maximal ein Notebook, damit sie sich im Internet über neue Liebesfilme und Mentaltrainings informieren kann. Das Ego findet jedoch immer noch, dass zu wenig ausgefeilter Technik-Spielereien im Haushalt sind, wenn sich der Nachbar gerade eine neue interaktive Leinwand gekauft hat. Ich brauche meine PCs zum Arbeiten, und wehe, eines meiner viereckigen Kästen gibt den Geist auf, dann trauere ich monatelang um sein Ableben und begrabe es in den Tiefen meines Büroschrankes, wo bereits ein altes Modem aus dem letzten Jahrhundert seine Ruhestätte gefunden hat. Würden wir denn auch mit weniger Notebooks auskommen? Unsere Seele schon, denn die hört sich notfalls die uralten Mentaltrainings von Kurt Tepperwein auf CD an. Unser Ego würde jedoch elend zu Grunde gehen, wenn es nicht wenigstens zu Weihnachten ein neues Notebook unterm Baum entdeckt. Vielleicht schaffen wir es aber eines Tages, unserer Seele mehr Raum zum Leben zur Verfügung zu stellen und trennen uns von überflüssigen Zweit- und Dritt Computern. Und welches Auto fahren Sie? Bitte, dies ist eine wichtige Frage, denn besonders die Zukunft weist uns in Sachen Autos einen ganz neuen Weg. Ich muss wissen, welches Auto Sie fahren, denn wenn Sie mit einem Elektroauto bei mir vorfahren, müssen Sie zusätzlich laut auf die Hupe treten, damit Sie mich nicht versehentlich überrollen. Autos sind wahrlich wie verspielte Männer, entweder sie sind zu alt, zu abgefahren, tiefergelegt und damit zu klein, oder man liegt viel zu schnell unter ihnen, wenn man den neuen Elektro-Macho auf leisen Pfoten beim heimlich stillen Anrollen überhört.
Wussten Sie schon, dass Elektrofahrzeuge zwar grasgrün ins Auge stechen, jedoch für blinde Menschen unhörbar am Ohr vorbei flitzen. Wenn das so weiter geht, müssen die Langstöcke einfach noch länger werden, damit das Elektroauto zuerst den Stock und dann erst den Blinden überfährt. Welch Unannehmlichkeiten, ich benutze jetzt nur noch satte Wiesen, die gemütlichen Einkaufsstrassen und die sicheren Wege in den grossen Shoppingcentern. Dient eigentlich das Auto noch als Statussymbol? Ich bestellte mir ja neulich meinen heiss ersehnten Maybach im Massstab 1:18, eine idealistische Einzelanfertigung. Ja, das Auto dient als Statussymbol. Wenn man sich jedoch die kleinen Elektroautos ansieht, welche kaum fähig sind, an einer Weltreise teilzunehmen, dann zweifelt man langsam am Statussymbol des Vorführwagens. Übrigens fährt der rote Porsche, welchen ich bevorzuge, am schnellsten, wobei ich mir nicht sicher bin, ob mein nächster Flitzer nicht ein Ferrari sein wird, die Farbe ist egal, Hauptsache rot. Ich suche noch den geeigneten Sponsor, der mich als sein Statussymbol auf dem Beifahrersitz präsentiert, während er mit dem Ferrari als männlich dominierendes Verlängerungskabel die Strasse mit seinem maskulinen Charme einnimmt. Wahrlich, man braucht heute sein Auto wie die Luft zum Atmen, die bald nur noch durch konsequent getragene Gasmasken eingeatmet werden kann, wenn die Autos weiterhin die Luft verpesten. Ob ich mit meiner Gasmaske dann noch auf dem Beifahrersitz des Ferraris als Statussymbol gut aussehe? Ach, der Kopf ist egal, Hauptsache das Gesicht hat einen weiblichen Kussmund, und die langen Haare wehen im Wind des offenen Cabrios. Sind Sie auch schon drin? Ich habe mir vorsichtshalber gleich meinen gesamten Namen als Domain gesichert. Damit ihn mir niemand mehr wegnehmen kann, sicherte ich mir Elisabeth Putz in allen Domainendungen, die der deutschsprachige Raum bietet. Man gönnt sich ja sonst nichts. Sogar unter elisabeth-putz.biz kann man mich besuchen, denn bei mir ist unter jeder Domainendung Tag der offenen Türe. Das Heiraten kann ich mir bis auf Weiteres abschminken, es sei denn, es findet sich jemand, der meinen Nachnamen annimmt oder eine der anderen exotischen Varianten hinnimmt.
Man ist ja heutzutage nur noch wichtig, wenn man im Internet vorhanden ist. Haben Sie schon einmal jemanden getroffen, der nicht auf Facebook verweilt? Solche nicht online-konformen Gesichter findet man heute ja nur noch, wenn man sich gezielt nach der Nadel im Heuhaufen auf die Suche begibt. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass sich früher Menschen unterhalten konnten, ganz ohne Facebook. Ich bin übrigens auch auf Xing und Twitter, nur falls Sie in die Verlegenheit kommen, mich kennenlernen zu wollen. Das Internet habe ich aber deshalb noch lange nicht verstanden. Ich kreiere täglich meine Website neu und verstehe nicht, wie die Inhalte ins Netz wandern. Neulich sass ich eine ganze Nacht vor meinem neuen Server und staunte, denn der macht Dinge, die ich nie von ihm verlangen würde, auch nachts. Hätten Sie im letzten Jahrhundert je gedacht, dass wir uns auf Facebook zu den aktuell angesagten Events verabreden, unsere Urlaubsfotos auf dieser Plattform mit dem Nachbarn teilen, obwohl wir noch gar nicht aus dem Urlaub zurückgekehrt sind? Übrigens zeigte ich neulich einer Freundin von der Umkleidekabine aus per Handy, was ich mir zum eventuellen Kauf ausgesucht habe. Meine Freundin lag zu Hause am Sofa und machte mich sofort mit voller Wucht darauf aufmerksam, dass meine Fettpolster , welche meinen Bauch wärmen, an der neuen Hose aussehen, als ob ich einen schweinchen-rosa Gürtel tragen würde. Diesen gut gemeinten modischen Aufprall musste ich erst einmal verdauen, ich nage heute noch dran. Demnächst zerre ich aber meinen Hometrainer vor Gericht, da er grob fahrlässig gehandelt hat und meine umschlingenden Fettpölsterchen nicht sorgfältig entsorgte. Ohne das Internet hätte ich mir die Hose womöglich gekauft, denn die Verkäuferin fand sie zauberhaft an mir. Sie sass wie angegossen. Ich bin durch und durch Multimedia, von den Haarspitzen bis in die Zehenspitzen. Ich besitze einen Fusswärmer, der mit einem USB Stick betrieben wird, sodass meine Zehenspitzen beim Arbeiten im Büro im Winter schön warm bleiben. Ich besitze auch einen Haartrockner, der die Wärme der ausströmenden Luft berechnet und so immer den richtigen Abstand zum Haar erkennt. So kann ich meine Haarspitzen nie wieder versehentlich verheizen und zu kleinen Strohballen knüllen. Bitte, wenn ich jetzt die Fusswärmer und den Haarfön noch nicht besitzen würde, wo gibt es das Zeug zu kaufen?
Ist Ihr Leben auch so multimedial ausgerichtet? Sicher besitzen Sie schon einen Flatscreen. Das Gute an so einem Flachbildfernseher ist, dass er nie wieder die freie Sicht vom Sofa aus auf den Balkon versperrt, denn früher konnte man die trendige Satellitenschüssel auf der Terrasse nicht so gut sehen. Heute sieht der Fernseher ja HDTV, und dazu braucht er nicht einmal eine Brille. Die Bilder werden schärfer, die Frauen immer nackter, die Pixel verschwinden von den Luxuskörpern der Prominenten, und so macht die Berichterstattung der Berlinale einfach mehr Sinn für den Zuschauer, der vom wohnzimmereigenen Fernseher das Filmevent mitverfolgt. Multimedia sind wir aber auch mit unserer 3D Brille, selbst wenn wir damit aussehen, als würden wir gleich in den Urlaub ins All fliegen und zu Hause auf dem Sofa auf unsere Untertasse warten. Mit der passenden 3D Brille öffnen sich uns Welten vor dem zweidimensionalen TV Gerät, welche wir zuvor nur in der Realität greifen konnten, und da die Realität niemals so ereignisreich war, träumten wir nur davon. Mit der 3D Brille sind wir aber endlich live dabei, wenn Spiderman die Wände entlang läuft und die Twilight Vampire uns beim unverbindlichen Händeschütteln die Halsschlagader anzapfen, um genügend Strom fürs elektrische Licht in der Nacht zu haben. Ich sage Ihnen, die Welt wird immer multimedialer. Eines Tages fangen wir das Sonnenlicht aus der Sahara ein und konservieren es in einer 3D Box, damit wir gut durch den Winter kommen. Wenn ich morgens an meine zerzausten Haare denke, stehe ich förmlich unter Strom, sobald ich auf dem kuscheligen Teppich stehe und mein schönes Haar kämme. Sind Ihre Haare auch so elektrisch aufgeladen wie meine? Sie sollten sich einen speziellen Haartrockner kaufen, der diese elektrisch-statische Aufladung der Haare verhindert. Der frisst Strom.
Sie könnten sich Ihre Haare aber auch auf gesundem Wege in der frischen Luft trocknen lassen. Die frisst keinen Strom und verhindert die Elektrizität der Haare genauso gut. Und was machen wir bloss mit unseren Haaren, wenn es schnell gehen muss und wir in einer Stunde ein wichtiges Meeting haben? Wir gehen einfach mit nassen Haaren hin und lassen die kleinen Wassertröpfchen auf den Besprechungstisch perlen. Sie sehen schon, Strom und elektrisch angekurbelte Energie heizen unser Leben an, machen den Alltag produktiver und sorgen für intensivere Lichtblicke in der Dunkelheit der Nacht. Haben Sie schon einmal eine Stadt gänzlich ohne Strom erlebt? Die mutiert quasi zur mumienartigen Geisterstadt, wenn jegliche Kraft des elektrischen Stromschlages fehlt, um die Stadt zum Leben zu erwecken. Wenn ich ohne Strom durchs Leben gehen müsste, würde ich täglich morgens zu spät im Büro sitzen, weil ich den Wecker überhöre. Ich glaube fast, ich lebe stromlos, denn ich komme täglich zu spät ins Büro. Woran mag das bloss liegen? Wenn ich mir jedoch früh am Morgen einen Kaffee mache, bin ich wach genug, um pünktlicher vor dem Schreibtisch zu sitzen, denn dann kommen meine Wachzellen im Gehirn in Schwung. Und schon wieder brauche ich Strom für meine Kaffeemaschine. Ich schwöre, dieses elektrische Energiebündel zieht sich durch den ganzen Tag. Wenn ich morgens die Augen aufschlage, benötige ich Licht aus der Nachttischlampe, damit ich ordentlich wach werde. Und abends brauche ich Strom für den Fernseher, damit ich mir in Ruhe die Nachrichten ansehen kann, während ich mich am Heimtrainer abstrample. Wir brauchen Strom und Energie, keine Frage. Die Frage ist nur, mit welcher Art von Energie wir unser Leben ankurbeln? Atomenergie ist zwar kostengünstig, aber ich möchte nicht in der Nähe eines Atomkraftwerkes wohnen, wenn die Kernschmelze einsetzt. Auch würde ich ungern in unmittelbarer Nähe eines Atommülllagers wohnen, denn man weiss nie, wie viel unsichtbare Energie da heimlich im Boden versickert, wenn die Zeit dafür reif ist und das Material ermüdet. Steigen wir auf umweltfreundliche Energieerzeugung um, denn Wasserkraftwerke, Windenergie und Solaranlagen sehen auch bezaubernd aus, wenn man sie vom richtigen Blickwinkel aus betrachtet. Da könnte ich glatt auf meinem Heimtrainer sitzen und den Strom für meine Nachrichten erzeugen, wenn ich abends vor dem Fernseher sitze. Welch eine körperintensive Lösung! Sie werden jetzt lachen, aber es existieren Menschen, welche sich auf eine Eurokrise vorbereiten und solche Stromkonstrukte bereits vorbeugend im Haushalt haben, damit sie lebend durch die Krisenzeit kommen. Ohne Technik würden wir in die Steinzeit zurückfallen und mit selbstgeschmiedeten Werkzeugen den Multimedia-Markt erobern. Ich glaube, als Erstes würde ich das Internet erfinden, damit mein tägliches Brot durch meinen Job als Autorin gesichert wäre. Und bis zu meiner Erfindung würde ich eben meine Texte als Höhlenmalerei an die Wände schreiben. Wie viel Text könnte ich eigentlich verfassen, wenn ich ihn mühsam in die Steinwand meisseln müsste? Und wie könnte Google meine Texte finden und in die Suchmaschine indexieren? Den Algorithmus müsste ich auch erfinden, denn ich brauche schliesslich Traffic auf meiner Höhlenwand, Leser, die meine Texte verspeisen, in sich aufnehmen und vielleicht sogar verstehen.
Lieber Besucher, so lange der Mensch ein Gehirn besitzt, wird er immer auf die Idee kommen, Techniken zu entwickeln, die das Leben erleichtern. Und glauben Sie mir, ganz ohne Gehirn ist noch niemand auf die Welt gekommen. Vielleicht laufen wir eines Tages als unser eigener Klon herum und lagern unsere Ersatzteile zu Hause im Kühlschrank. Bitte, das sieht jetzt auf den ersten Blick makaber aus, aber es ist nicht schlimmer als die künstliche Herz-Lungen-Maschine, an die manche Menschen angeschlossen sind. Viele Krankheiten werden sich durch den technischen Fortschritt in gesunde Luft auflösen, da wir lebenswürdige, lebenserhaltende und vor allem lebenshungrige Lösungen in der Medizin finden. Und schon deshalb lohnt es sich, Hoffnung in die Technik zu setzen. Nicht ohne mein Handy! Das klingt wie ein Hilferuf. Und wenn das Handy nicht mehr in unserer Handtasche liegen würde, nicht mehr in unserem Bett schlafen, uns aufs Klo begleiten und zusammen mit uns beim Frühstück sitzen würde, wären wir wie Kinder, welche die ersten Schritte ins Leben hinein neu erlernen müssten.
Mein Handy habe ich schon längst domestiziert, es spricht sogar mit mir. Es sagt mir jeden ankommenden Anrufer beim Namen an und ist zuverlässiger als meine eigene Sekretärin, wobei ich sagen muss, dass ich meine eigene Sekretärin bin und nicht die Zuverlässigste sein kann, denn wenn ich will, lasse ich meine Geschäftsfreunde ganz schön lange auf mich warten und schicke schon einmal vorab meine eigene Sekretärin vorbei. Ich spreche ebenfalls mit meinem Handy, wenn ich ein Video aufnehme oder ihm die Termine für morgen diktiere. Ich sage es ja, das Handy ersetzt mir die kostenintensive Sekretärin. Nur eines kann es noch nicht: Die Nägel lackieren, während es mit seiner besten Freundin über die neuesten Klamotten bei Zara telefoniert, aber das werde ich ihm noch beibringen. Können Sie noch ohne Telekommunikation leben? Überleben könnte man im äussersten Notfall auch ohne das Telefon, aber leben könnte man wohl eher schwierig bis gar nicht ohne das lästige Klingeln. Wenn ich alle meine Konferenzpartner und Projektpartner körperlich, also physisch besuchen müsste, wäre ich seelisch, also psychisch am Ende meiner geistigen, also mentalen Kräfte, denn dann müsste ich täglich einmal gleichzeitig in München, Wien und Zürich sein. Zum Glück kommen mich alle Leute durch die Telefonleitung direkt ins Büro besuchen. Wenn ich eine Konferenzschaltung mit mehreren Leuten einrichte, hätte ich ohne Telefon kaum Platz für so viele Menschen im Büro. Wie praktisch doch die Telekommunikation ist. Demnächst lege ich mir ein Zweithandy zu, dann kann ich mich mit dem ersten Handy anrufen und am zweiten Handy ans Handy gehen. Oder ich kann mit dem ersten Handy mein zweites anrufen, wenn dieses sich wieder einmal in meinem Chaos versteckt. |