Ostern feiern

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Osterbräuche machen das Fest trendig und traditionell

Zu Ostern feiern wir ja das Fest der Auferstehung von Jesus, und das feiern wir mit Pauken und Trompeten. Wir haben uns angewöhnt, viele Feierlichkeiten und Festtage mit Bräuchen auszustatten, damit wir die Wirkung der Feiertage besser spüren können. Mit blossem Auge kann man eben die Sterne im Himmel schwer sehen, aber mit dem Fernglas geht es besser. So haben wir auch zu Ostern viele Osterbräuche, die uns das Osterfest besser sehen und wahrnehmen lassen.

Wer Ostern nur als ein Fest des Osterhasen, der Ostereier und des Osterschinkens sieht, der hat natürlich keine Ahnung von den vielen Osterbräuchen, der feiert Ostern aber genau so freudig und hübsch. Wollen wir uns einmal ansehen, welche Osterbräuche es gibt:

  • Das Fasten vor Ostern ist mehr oder weniger wichtig, damit man zu Ostern den Osterschinken leichter in seinem Bauch verstauen kann. Fasten heisst aber auch besinnlich sein und Liebe geben, nachdenken und auf Luxus verzichten.
  • Das Eierfärben am Gründonnerstag, denn die bunten Ostereier freuen sich schon auf den gedeckten und geschmückten Ostertisch. Die wollen farblich zur Osterdekoration dazu passen.
  • Kreuzwegandachten in der Kirche feiern, denn besonders am Karfreitag finden diese Kreuzwegandachten statt. Es sind eher stille Gebetsandachten, denn auf einem Kreuzweg hat man nicht viel zu feiern.
  • Die kirchlichen Auferstehungsfeiern mitfeiern. Die gibt es am Karsamstag am Abend, am Ostersonntag und am Ostermontag, damit auch wirklich jeder aufersteht und an einer Messe teilnehmen kann.
  • Den Palmbesen zur Kirche tragen, denn am Palmsonntag möchte der Palmbesen geweiht werden. Er ist reichlich mit Schokoladeneiern und Brezen geschmückt, und so manches Kind isst ihn bereits in der Kirche leer.
  • Am Ostersamstag, also am Karsamstag morgens trägt man bei der Feuerweihe sein Häufchen Asche von der Kirche nach Hause und schiebt es in den Ofen, damit das Haus vor Feuer geschützt ist. Vor der Kirche wird ein Scheiterhaufen angezündet. Irgendwie erinnert dieser Osterbrauch an die Hexennächte.
  • Bei der Fleischweihe kommt das ganze Osteressen samt Osterschinken und Ostereiern in einen Korb und wird in der Kirche geweiht. Da isst man nachher förmlich den heiligen Geist in sich hinein.
  • Das Suchen des Osternestes am Ostersonntag ist ein Highlight zu Ostern. Das machen auch Menschen, die keine Christen sind, denn Schokolade und Süssigkeiten schmecken uns allen.
  • Und viele andere Osterbräuche existieren, die uns das Osterfest näher bringen.

 

Osterbräuche und die Ostertradition

Früher waren besonders in den kleinen Dörfern und Marktgemeinden die Osterbräuche förmlich Pflicht, denn das ganze Dorf trug beispielsweise am Palmsonntag den Palmbesen in die Kirche. Der Opa tat dies, der Vater tut es, und deshalb wird es der Sohn auch weiterhin tun. Die Ostertradition muss aufrecht erhalten werden, denken sich viele Menschen.

Und wie sieht es heute mit den Osterbräuchen aus? Immer mehr Menschen leben diese Traditionen nicht mehr so intensiv aus, die Kirchen sind nicht mehr bis oben hin gestopft voll mit Menschen, denn die Zeit ist moderner geworden. Trotzdem sollte man seine Seele und sein Herz fragen, was man wirklich will? Vielleicht möchten ja viele Menschen dennoch ihre Osterbräuche ausleben dürfen, tun es aber nicht, weil der beste Freund, die Bekannten und die Nachbarn es auch nicht tun.

Wenn Sie Ostern als wirkliches Fest der Auferstehung erleben möchten, folgen Sie Ihrem Herzen und leben Sie die Osterbräuche aus. Sie können ja dann Ihren Nachbarn davon erzählen. Wenn die Kirchen nicht mehr so überfüllt sind, haben Sie mehr Platz zum Sitzen. Osterbräuche gehören nicht nur aufs Land, denn auch in der Stadt möchten die Menschen Ostern feiern.

Man muss nicht unbedingt gläubig sein, um die trendigen Bräuche und Traditionen zu leben. Auch wer nur an sich selbst glaubt, darf in die Kirche gehen und mitfeiern. Ostern ist für alle da, und gemeinsam schmecken die Ostereier viel besser.

 

 

Impressum   © Elisabeth Putz

 

 

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