Popmusik ist gut für die angeknacksten Nerven Hören Sie gerne Popmusik? Ja, das kann ich gut verstehen, wenn Sie lieber klassische Musik oder gar den schlagfertigen Schlager bevorzugen. Allerdings möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Popmusik hervorragend geeignet ist, um Ihre strapazierten Nerven zu generieren.
Die Musik ist harmonisch, regt die Glücksgefühle im Gehirn an und sorgt für einen gut gelaunten Tag. Klassische Musik ist eher geeignet für die Bildungswege in unserem Gehirn. Man sollte sie verstehen, die Hintergründe und Komponisten kennen und sich dafür interessieren. Popmusik muss man nicht verstehen, denn die bahnt sich von ganz alleine ihren Weg ins Ohr. Sie bleibt manchmal wie ein kleiner Ohrwurm im Kopf und frisst sich in unser Gute-Laune-Zentrum im Gehirn. Ich bin seit dieser Erkenntnis umgestiegen auf den Radiosender Ö3, wobei ich vorher wie ein Fanatiker Ö1 gehört habe. Verzeihen Sie, ich lebe derzeit in Österreich und kann nur mit diesen Ohrwürmern dienen. Sie werden es kaum glauben, aber ich bin jetzt direkt besser gelaunt. Ich blöke meinen Lebenspartner seltener an und gebe morgens keine schlechtgelaunten Ziegentöne mehr von mir. Wenn Sie mit dem Gedanken spekulieren, ich könnte Frühlingsgefühle haben, muss ich Sie im Moment leider enttäuschen. Es ist draussen noch kalt wie im sibirischen Winter, und mein neuer Freundschaftsfreund hat kalte Füsse bekommen. Es kann also nur die Popmusik sein, die mich morgens in ein gepanzertes Nervenkostüm steckt. Wenn auch Sie Nerven wie dicke Drahtseile brauchen, steigen Sie doch um auf Popmusik. |