Nackte Prominente - Promis nackt ausgezogen bis auf die Seele Haben Prominente eigentlich noch ein Leben, welches sie für sich alleine nutzen können, oder leben die Prominenten nur noch für uns? Wenn jemand prominent werden möchte, sucht er zuerst nach Mitteln und Wegen, die ihm Aufmerksamkeit verschaffen. Eine negative Schlagzeile in der Presse ist immer besser als gar keine Schlagzeile. Das Wort Schlagzeile sagt bereits viel über die nackten Tatsachen der Prominenten und kleinen Sternchen aus.
Es ist ein Schlag mitten ins Gesicht, und mit einem Schlag ist man prominent und verliert sein Privatleben. Das muss doch für uns alle einleuchtend erschreckend sein. Warum möchten wir uns dann um jeden Preis entblössen, und nackt ausziehen, bis uns die Seele davon läuft, weil sie so viel geistige Nacktheit nicht mehr ertragen kann? Ja, wir rufen danach, prominent und bekannt zu werden. tellen Sie sich vor, sie gehen zum Bäcker um die Ecke und kaufen in aller Ruhe ihre Brötchen ein. Sie werden von allen Menschen erkannt. Juhu, da jubelt das Ego, denn die Medien haben wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Stellen Sie sich vor, Sie gehen wieder einmal ruhig und zufrieden mit sich und der Welt zum Bäcker und kaufen Ihre obligatorischen Brötchen ein. Sie haben gerade Ihre rosa Schweinchenschuhe aus Plüsch an und tragen unter Ihrem Mantel nichts ausser dem Nachthemd. Der Bäcker ist ja nur um die Ecke, und Sie möchten im Bett frühstücken, weshalb Sie sich gleich bettfertig gemacht haben. Alle Leute erkennen Sie und lachen über Ihr gelungenes Outfit. Die Medien berichten über den Bäcker, das Brot und die Nachtwäsche, die Sie tragen. Juhu, die Medien haben ganze Arbeit geleistet, und Sie brauchen in der nächsten Zeit nicht mehr vor die Türe zu gehen. Wollten Sie nicht ohnehin im Bett frühstücken? Jetzt würden Sie wahrscheinlich Ihr Privatleben wiederhaben wollen, denn Ihr Nachthemd ist doch zu peinlich für die Öffentlichkeit.
Nackte Prominente in der PresseUschi Glas wurde einmal gefragt, ob sie sich für den Playboy ausziehen möchte. War es Uschi Glas oder eine andere Prominente? Jedenfalls möchte weder Uschi Glas, noch irgend ein anderer Prominenter in den Medien nackt ausgezogen werden. Sie sind prominent, möchten jede kleinste negative Schlagzeile vermeiden und beharren auf ihr Privatleben. Und das ist auch gut so, denn jeder Mensch hat ein intimes Privatleben verdient, welches er nicht mit dem Rest der Welt teilen muss. Andererseits leben die Medien und die Prominenten in einer Art Symbiose miteinander, denn sie profitieren voneinander. Sie leben wie ein Pilz - der Parasit, und ein Baum - der Wirt, miteinander, obwohl man nicht genau weiss, wer der Pilz und wer der Parasit ist. Die Medien leben von der grossen Auflage und müssen dem Leser und Zuschauer, dem Zuhörer, dem normalen Fussvolk etwas bieten, damit wir dran bleiben. Also saugen sie alles an Privatleben auf, was sie von einem Prominenten erhalten dürfen. Die Prominenten ziehen sich gerne seelisch nackt aus bis auf die Knochen und präsentieren manchmal irre Details aus ihrem Privatleben, damit sie in den Medien stehen und nicht aus den Köpfen der Menschen herausgeworfen werden. Und wir sehen dankend zu und freuen uns. Die seelisch nackten Prominenten in unserem WohnzimmerWir können ja nichts dafür, dass sich die Prominenten seelisch nackt ausgezogen fühlen. Wenn wir morgens den Fernseher einschalten, frühstücken wir beispielsweise mit Dieter Bohlen und Verona Pooth, wenn wir die Lifestyle Nachrichten und den neuesten Modeschrei zusammen mit trendigen Spartipps und der Spinatwerbung sehen. Die Prominenten sitzen quasi in unserem Wohnzimmer. Haben wir die eigentlich eingeladen? Wir freuen uns auf jeden Fall, dass sie alle durch den Fernsehbildschirm zu uns gekommen sind. Jetzt fühlen wir uns ihnen nahe und möchten natürlich wissen, was die Prominenten frühstücken, weil wir zufällig Brötchen und Käse auf unserem Tisch liegen haben. Die Prominenten teilen sich mit uns sogar das Bett, denn manche Menschen stellen sich den Fernseher ins Schlafzimmer. Da entsteht gleich eine kuschelige Atmosphäre, in der Stars und Sternchen voll präsent sind. Manche Menschen hängen sich die Promis in Lebensgrösse an die Wand, im angezogenen oder nackten Zustand. Das ist so lange normal, bis die Mutter dem Kind im Teenageralter die netten Poster verbietet und die Wände säubert. Welch ein herber Eingriff in die Privatsphäre! Wenn Sie lieber Besucher prominent werden möchten und Ihr Privatleben zu Hause lassen möchten, müssen Sie fast etwas produzieren, damit Sie ein Produkt für die Öffentlichkeit haben. Das Produkt kann dann mit viel konstruktiver und vielleicht auch negativer Kritik ausgezogen werden bis auf die Knochen. Nackte Prominente und ihre FansMöchten Sie Ihrem Lieblingsstar so nahe sein, dass Sie Ihr Idol förmlich anfassen können? Viele verrückte Fans haben diesen Wunsch, und die verrücktesten unter ihnen wollen ihren Star sogar wirklich nackt sehen. Ist denn die Welt krank? Wenn Sie beispielsweise mit Uschi Glas zusammen im Bett liegen möchten, kaufen Sie sich ihre Antiaging Pflegeserie und schmieren Sie sich damit Gesicht und Körper ein. Dann haftet der Star quasi wie nasses Laub an Ihrem Körper, und als gesunden Nebeneffekt haben Sie eine glatte Haut ohne Falten, mit der sogar Sie sich nackt blicken lassen könnten. Wenn Sie Verona Pooth mit ins Bett nehmen möchten, kaufen Sie ihre neue Dessous Kollektion und ziehen diese in der Nacht an. Damit sind Sie Ihrem Idol körperlich hautnah, da passt nicht das Geringste mehr dazwischen. Wenn Sie Dieter Bohlen in Ihr Schlafgemach mitnehmen möchten, sehen Sie sich vor dem Einschlafen eine Folge von - Deutschland sucht den Superstar - an und schlafen mit einem seiner gewagten Sprüche ein. Das regt Ihr Ego im Unterbewusstsein an. Vielleicht möchten Sie mit Alfred Biolek einschlafen. Dann brauchen Sie nur ein Kochbuch unter Ihr Kopfkissen legen, und schon nehmen Sie im Schlaf ein paar Kilos zu oder sogar ab, wenn Sie wollen. Prominente nackt ausgezogen bis auf die KnochenProminente werden oft nackt ausgezogen bis auf die Knochen. Wie macht man das? Man präsentiert das Privatleben der Prominenten bis ins kleinste Detail hinein und jagt die Fotografen bis ans Schlafzimmerfenster eines prominenten Schauspielers oder Sängers. Aber auch diese Menschen haben ein Recht auf ihr Privatleben. Wir können sie doch nicht bis auf die Seele nackt ausziehen und alles von ihnen veröffentlichen, oder? Eine Gala oder öffentliche Party wird um so interessanter, desto mehr Prominente diese Veranstaltung besuchen. Nehmen wir einfach den Wiener Opernball, ein Highlight unter den Tratschparties, das die Österreicher feiern. Der Lugner lädt wie immer seine Mausi ein, obwohl inzwischen das Gesicht der Mausi gewechselt hat, denn es gibt viele hübsche Mausis auf der Welt. Zu seiner aktuellen Mausi lädt er sich zu seinem Privatvergnügen noch eine Mausi ein, denn mehrere Frauen an seiner Seite machen den Lugner attraktiver. Die Presse berichtet darüber, und alle sind mauseglücklich. Prominente scheuen die Öffentlichkeit und die Presse, obwohl dies ihr tägliches Futter zum Überleben ist. Wenn der Prominente einmal aus den täglichen Schlagzeilen fällt, rennt er der Presse aber wieder hinterher wie ein Hund, der ein neues Zuhause gefunden hat. Sie brauchen sich gegenseitig, die Presse und die Prominenten. Was würde die Presse sonst in ihre Klatschspalten stopfen? Und wer würde über die vielen Menschen schreiben, die bekannt sein möchten? Interessant ist auch, warum die Unternehmer, Bankdirektoren und Firmeninhaber selten bis nie in der Presse erscheinen? Die verdienen Geld ohne Aufsehen, das grenzt an ein Wunder in der heutigen Gesellschaft. Ich rannte einst auch der Presse hinterher, als würde ich einem heiligen Stern folgen. Damals schrieb ich mein erstes unvollkommenes Buch und brauchte Geld. Heute laufe ich der Presse nicht mehr nach und gebe auch kaum mehr Interviews. Ich verdiene nämlich Geld im stillen Kämmerchen und bin zufrieden. Und was denken wir über so viel Prominenz? Die Menschen, die darüber lästern, sind bestimmt neidisch und möchten gerne selbst in der Öffentlichkeit stehen. Und die anderen kaufen sich die neuesten Zeitschriften, um mit dem Privatleben der Promis mitleben zu dürfen. In Österreich ist die Prominenz übrigens sehr gesprächig, wenn Herr Hofrat und Herr Kommerzialrat nicht wissen, woher sie eigentlich ihre Titel bekommen haben. Zieht die Presse die Promis nackt aus?Jeder Prominente besitzt ein Privatleben, keine Frage, aber wir wohnen eben so unheimlich gerne im Wohnzimmer unserer Stars und Sternchen. Noch lieber liegen wir mit den Sternchen zusammen in ihrem Schlafzimmer im Bett und schauen uns von dort aus den Sternenhimmel an. Damit war es das wohl mit dem Intimleben der Prominenten, denn seit wir mit ihnen zusammen Tisch und Bett teilen, sind wir förmlich mit ihnen verheiratet. Wie kommt so viel Nähe zu Stande? Ganz einfach, wir sind im Grunde unseres Herzens versteckte Voyeure, die überall ihre Nase, Augen und Ohren hinein stecken, wo es heimliche Machenschaften gibt, und den Rest erledigen die Medien, die über die Prominenten derart aufgeblasene Stories berichten, dass wir nicht anders können, als neugierig zu sein. Ausserdem frühstücken die Stars morgens mit uns, wenn wir die Nachrichten einschalten. Wenn ich Cafe Puls, das RTL Morgenmagazin, die n-tv Nachrichten oder die SAT1 Morningshow schaue, sitzen die Promis quasi bei mir am Frühstückstisch und essen meine Brote auf. Ich belege schon seit Jahren ein Brötchen mehr, da ich mein Frühstück ständig teilen muss. Haben die Prominenten überhaupt noch ein lebenswertes Privatleben, oder stehen die Paparazzi bei ihnen sogar morgens beim Duschen im Bad und berichten über die neuesten Düfte? Bei Richard Lugner wäre dies kein Problem, denn er öffnet uns freiwillig jedes noch so kleine Türchen seines Privatlebens und macht es optisch zum Scheunentor, damit alle Leute bequem durchpassen. Andere Promis tun jedoch viel dafür, um sich vor den neugierigen Blicken der Presse zu schützen, denn die will immer alles wissen. Gut, mich interessiert auch alles, ich stand bereits als Kleinkind vor jeder geschlossenen Türe und hielt ein leeres Glas ans Ohr, damit ich das Innenleben jedes Raumes besser mitverfolgen konnte. Ich hätte damals Journalistin werden sollen, dann könnte ich mir heute wahrscheinlich meinen ersehnten Maybach leisten, denn den Porsche kenne ich bereits. Nein, ich hätte Paparazzi werden sollen, als ich meinen ersten Fotoapparat geschenkt bekommen hatte. Damals war ich in London und habe versehentlich Teile von Madame Tussauds fotografiert, die nicht für die Fotolinse vorgesehen waren, aber ich habe ja auch die ausgestellten Toten samt Bluttropfen in Canterbury fotografiert. Gut, die Bilder interessierten niemanden, umso erstaunlicher war es, dass sie alle sehen wollten. Im Grunde leben ja die Promis davon, dass wir ihnen so nahe sein wollen, denn wenn es einmal ruhig um ein Sternchen herum wird, läuft es selbst zur Presse und berichtet das aktuell Intimste aus seinem Privatleben. |