Musicalausbildung - Ein Musical Star werden Der Traum vieler junger Menschen ist es, ein Star zu werden. Von Beruf Star zu sein, ist noch besser, als Tochter von Beruf zu sein. Musicalstar liegt bei aktuellen Umfragen in der Berufswunschliste ganz weit vorne, gefolgt von Superstar und Schauspieler.
Was muss man für eine Musicalausbildung mitbringen? Jede Menge Talent, denn das technische Handwerk lernt man ohnehin in der Musicalschule. Dann sollte man mit seiner Stimme nicht geizen. Zarte und dünne Stimmchen, die einen doppelten Verstärker brauchen, damit man sie in der dritten Reihe der Zuschauer noch hört, sind fehl am Platz. Man kann eine Stimme bis zu einem bestimmten Grad ausbauen, aber eine kräftige Grundstimme muss schon vorhanden sein, um sie ausbauen zu können. Neben der Stimme, die übrigens auch schön klingen sollte, braucht man ein gewisses Bewegungstalent. Ein Grundausmass an Bewegung sollte schon da sein, denn mit Gipsfiguren lässt es sich so schwer arbeiten. Tanz, Gesang und schauspielerisches Talent sind gerne gesehen, wenn man eine Musicalausbildung beginnen möchte. Jetzt ist die Bühne mit ihren traditionellen Brettern nicht das selbe, wie die Fernsehleinwand und der Drehort eines Films. Schauspieler haben die leichtere Variante gewählt, aber dafür kann der Musicaldarsteller mehr an Kreativität opfern. Nicht jeder ist für die Bühne geeignet. Man sollte sich viel Text merken können, denn die kleine Fee unter den Bühnenbrettern wird nicht die ganze Show übernehmen, wenn man seinen Text vergisst. Ausserdem muss man flexibel sein und die ganze Welt als sein Zuhause betrachten, denn ein kleiner sesshafter Fleck ist das Musical nicht. Zuerst muss man Erfahrungen sammeln, auf vielen Bühnen gespielt haben, bevor man grosse Rollen übernehmen darf. Und hier spielt die Weltoffenheit und das Talent eine grosse Rolle. Einst kam eine Frau zu mir, die wollte unbedingt Schauspielerin, Musicaldarstellerin, Sängerin, ach alles werden, was sie ins Licht der Öffentlichkeit rückt. Zuerst dachte ich, das kriegen wir schon hin, aber dann musste ich aufhören, mit ihr zu arbeiten, weil ich bemerkte, dass sie überhaupt nicht für so ein Leben geeignet war. Sie hatte an fast allen Menschen etwas auszusetzen, ertrug keinerlei Kritik, nicht einmal einen Hauch von Kritik, tolerierte die Menschen nicht und war in ihrer Lebensweise sehr unglücklich. Nun kann sich aber der Mensch nur selbst ändern, und nur, wenn er es möchte. Wenn Sie noch auf dem Weg zum Musicalstar sind und nur die innere Einstellung zum Leben noch nicht mitbringen, dann arbeiten Sie an sich. Oder Sie werden Sekretärin, das ist auch ein schöner Beruf, bei dem man sich die Fingernägel lackieren kann. |