Wie gestaltet man eine gute Künstlermappe? Wenn der geborene Künstler bereits einige gute Werke fertig hat, möchte er bestimmt, dass seine Werke mit seinem Namen in die Welt hinaus getragen werden, von anderen Menschen bewundert und von Galerien verkauft werden. Dazu benötigt er zuerst eine Künstlermappe.
Ohne Künstlermappe wird es der Künstler schwer haben, seine Werke den verschiedenen Galerien und Kunstagenten zu präsentieren. Natürlich, vieles lässt sich heute über das Internet erledigen, aber den wahren Wert eines Kunstwerkes erhält man meistens erst mit dem Original. Viele Galeristen bemühen sich auch nicht wirklich, Bewerbungen online von Künstlern wahrzunehmen, da in der Kunst noch die Qualität vor der Quantität steht. Tausende Menschen malen und glauben, es sei hohe Kunst, aber die Realität der Galerien und Kunsthändler sieht anders aus. Gute Kunstkenner erkennen den Wert eines Gemäldes oder einer Bildhauerei. Alles andere ist für die eigenen vier Wände und die Bekannten des Künstlers geeignet. Die Künstlermappe gibt es im sortierten Buchhandel, im Papierhandel oder Lederwarengeschäft. Edle Mappen aus Leder machen viel Aufsehen her, sind aber auch teuer und nicht für die Massenbewerbung und Massenpräsentation geeignet. Wenn Sie persönlich zu einer Galerie spazieren, dann sollten Sie mit einer edlen Ledermappe unterm Arm dort antanzen. Wenn Sie aber viele Galerien besuchen, teilweise Ihre Künstlermappen verschicken, dann ist eher die normale Künstlermappe geeignet. Hier gibt es auch preiswerte Künstlermappen, die nach aussen hin auch edel glänzen. Was muss in eine Künstlermappe hinein? Ein Lebenslauf, ein Foto, welches aber jetzt nicht strenggenommen ein Passfoto sein muss, und natürlich die Kunstwerke in sehr guten Kopien. Die Kunstkopien müssen wirklich hochwertig sein und nicht von Laien schief oder schlecht belichtet fotografiert sein. Ausserdem gehören in eine Künstlermappe Zeugniskopien. Viele Kunstkenner akzeptieren nur Künstler, die auch etwas von ihrem Handwerk verstehen, die auf der Kunsthochschule ihr Examen gemacht haben oder eine künstlerische Ausbildung vorweisen können. Und das ist auch gut so, denn die Kunst besteht auch aus der Technik und dem Handwerk. Der Autodidakt schafft es fast nie bis ganz nach oben, obwohl er nette Bildchen malt. Arbeiten möchten die Galerien aber meist mit ausgebildeten Künstlern. Übrigens, es gibt Ausnahmen, die haben entweder gute Kontakte zu den richtigen Leuten oder werden entdeckt. Aber entdeckt kann man nur werden, wenn man auch wirklich gut ist. Lassen Sie sich durch Ihre Freunde und Bekannten nicht in den Himmel loben, denn der Laie findet nette Bildchen echt nett und schön. Lassen Sie sich von guten Kunstkennern und Kunstkritikern, Kunstlehrern und Kunstprofessoren einschätzen und coachen, dann werden Sie eines Tages perfekt. Und bitte nehmen Sie Kritik an und wachsen Sie mit ihr. Am ärmsten ist ein Künstler dran, der kritisiert wird und dann diesem Menschen die Pest an den Hals wünscht und die Kontakte abbricht. Der wird so nie wachsen können. Glauben Sie mir, ich arbeitete einst mit Künstlern und hatte leider auch solche drunter. |