Lifestyle - der trendige Lebensstil Was bitteschön ist Lifestyle? Man könnte dazu auch sagen, dass es sich um den Lebensstil handelt, und genau der zieht sich durch das gesamte Leben, nistet sich in jeden Lebensbereich ein und frisst sich elegant mit Charme und Stil durch unseren Alltag.
Lifestyle ist die Freiheit, sein Leben nach seinem persönlichen Geschmack, seinem individuellen Stil zu gestalten. Dabei kann man alte Dinge, die man sich einst ans Herz wachsen liess, beibehalten, und neue Trends, für die man brennt wie eine offene Flamme im Kamin, in sein Leben integrieren. Lifestyle ist die Freude, sich auf eine rosarote Wolke zu setzen und dem Himmel auf seiner Geige ein Liedchen vorzuspielen. Lifestyle ist die Frechheit, sich mit dem kleinen Teufelchen in der karibischen Höllenhitze zu treffen und mit ihm ein Tässchen brodelndes Duftwässerchen zu trinken. Ja, das genau ist Lifestyle.
Was bedeutet Lifestyle noch?Lifestyle ist für die meisten Menschen ein zuverlässiger Trendgeber für neue, stylische Produkte, mit denen man auffällt, beim Nachbarn damit angeben kann und sein Ego aufbessert. Wenn erst einmal mein Nachbar sieht, mit welch trendigem Netbook ich jetzt arbeite, und mit welchem Multifunktionshandy ich telefoniere, dann platzt er vor Neid, und ich bin ihn los. Da fällt mir ein, ich kenne meinen neuen Nachbarn noch gar nicht. Ich muss unbedingt meine neue Jacke aus Nanopartikeln anziehen und mich bei ihm vorstellen. Vielleicht habe ich Glück und es frisst ihn der Neid. Als ich dann jedoch beim Nachbarn klingelte, öffnete er mir in seinem schicken, futuristischen Raumanzug die Türe und zeigte mir seinen Fernseher, den er mit einem Fingerschnipsen wie von Zauberhand überall nach Wunsch an die Wand projizieren konnte. Jetzt frass mich der Neid, und ich überlegte, wie ich am schnellsten zu einer Beamkammer kommen könnte, um ihm zu zeigen, dass ich mich in Sekundenschnelle nach New York und wieder zurück beamen konnte. Als wir dann endlich an unsere Beammaschine gelangt waren, lud ich meinen Nachbarn auf einen kleinen Trip nach New York ein. Zurück kamen wir in Form von zwei Apfelhälften, da die Technik des Beamens noch nicht ausgereift war und wir auf eigene Gefahr verreisten. Mittlerweile sind wir die besten Freunde und passen hervorragend zusammen. Wir müssen uns nur vor hungrigen Vegetariern hüten, denn es könnte schlimm mit uns enden, wenn zufällig jemand einen Apfel essen möchte. Das würde der sichere Tod für uns sein. Mit Lifestyle und neuen Trends kann man es durchaus übertreiben, wenn man bloss sein Ego damit sättigen möchte. Lifestyle ist jedoch ein geniales Trendwort für den individuellen, ganz persönlichen Lebensstil. Man könnte es fast als Unwort unseres Jahrhunderts nennen, denn alles, was nicht exakt in eine zuordenbare Kategorie passt, wird unter dem Wort Lifestyle abgelegt. Sehen Sie sich nur dieses Portal an, Lifestyle, wohin man schaut, und doch ist die ganze Welt hier auf dieser Seite vereint. Das langweilige Wort Lebensstil wäre zu simpel, um neue Trends kostengünstig unters Volk zu bringen. Lifestyle hingegen ist jung, strahlt eine enorme Dynamik aus und spricht Zielgruppen an, welche sich rechtzeitig morgen oder übermorgen die stylischen Produkte leisten können, welche heute noch in der Betaphase sind. Manch böse Zunge behauptet übrigens, dass die Beta Phase ein Entwicklungsland, ein sogenanntes Schwellenland auf dem Produktmarkt ist, welches unausgereift zum Gebrauch angeboten wird, jedoch noch lange nicht voll funktioniert. Übrigens kauft man schon längst trendige Lifestyle Produkte, welche sich in diesem Beta Status eines symbolisch dargestellten Entwicklungslandes befinden. Können Sie sich noch an Windows Vista erinnern? Bezahlt habe ich dieses kurzweilige, und auch kurzfristige Betriebssystem, aber mit den Fenstern konnte ich nicht sonderlich viel anfangen. Übrigens kaufte ich mir einst auch die erste Generation der Digitalkamera. Sie schoss Bilder, welche ich nachher einzeln mit einem Graphikprogramm ins rechte Licht rücken musste, damit die Fotos gesellschaftsfähig wurden. Damals dachte ich mir, wie praktisch doch die alt eingesessene Fotokamera war, als ich meine Fotos zum Entwickeln einschickte. Heute erinnere ich mich nur noch an diese alte Kamera, wenn ich manchmal in meine antike Schublade schaue und einen alten Fotofilm entdecke, den ich mir aus nostalgischer Euphorie aufbehalten habe. Lieber Besucher, Lifestyle ist ein Wandel der Produkte, ein Wandel der Zeit, ein richtiger Lebenswandel. Immer wenn ich tagsüber ein wenig Zeit finde, plappere ich die folgende Affirmation vor mich hin: Ich strahle die Schönheit aus und ziehe die Schönheit an wie ein Magnet. Nun, ob es bereits Wirkung gezeigt hat, kann ich nicht sagen, denn wenn ich meinen Spitzbauch und meine aktuellsten Pickel im Gesicht betrachte, muss ich gestehen, von vorne sieht man meine genial antrainierte Affirmation noch nicht. Übrigens feiert ein extrem dünner, richtig bohnenstangenartiger Beauty Trend sein herzliches Willkommen bei uns in Europa, nämlich der Schlankheitswahn. In den USA ist er bereits Kult, denn dort achtet man peinlichst genau darauf, dass man in die Size Zero Konfektionsgrösse hinein passt, ohne dass man in den Kleidern aussieht wie eine Presswurst vom Grill. Hartes Training, der eiserne Wille zum Verzicht auf leckere Häppchen, eine enorm grosse Portion Durchhaltevermögen und eine Schachtel Vitaminpräparate sind das Geheimnis dieser nahezu knabenhaft geformten Figur. Bitte, wer es mag, der darf diesen Lebensstil ruhig ausleben. Für mich könnte man die Portion Durchhaltevermögen durch eine Portion Nudelauflauf mit Käse, Tomaten und Paprika ersetzen, denn ich verspüre andauernd ein grossartiges Hungergefühl in der Spitzbauchgegend. Neulich machte ich mir sogar Gedanken darüber, ob so eine quasi Null-Diät, begleitet von einem straff organisierten Fitnessprogramm denn überhaupt gesund ist? Eines weiss ich schon jetzt: Falls ich eines Tages in die geistig verwirrte Verlegenheit komme, mich so mager und dürr abhungern zu müssen, dann benötige ich einen Personal Fitnesscoach und zusätzlich einen Personal Ernährungscoach, der das wesentliche Essen vor mir versteckt, denn freiwillig schaffe ich dieses Knebelprogramm niemals. Ich habe nach reiflichen Überlegungen sogar bemerkt, dass dieser kriegsartige Hungerzustand unseren Körper schwächt und somit unbrauchbar für ein gesundes Leben ist. Ein extrem beliebter Trend im Geschäftsleben ist die E-Mail Signatur. Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass nur noch die wenigsten Firmen eine anständige Rechnung in Papierform zuschicken? Früher flatterten so viele Rechnungen ins Haus, dass man einen eigenen Schredder brauchte, um den Müll zu beseitigen. Manche Leute machten die Rechnungen schon vor dem Bezahlen klein und wunderten sich danach, warum der Schuldenberg unerklimmbare Höhen annahm, denn wenn so ein Blatt Papier erst einmal aus den Augen ist, dann ist es auch aus dem Sinn. Heute kann man seine Rechnungen noch leichter aus dem Sichtfeld vertreiben, damit die gute Sicht nicht getrübt wird. Man drückt zu diesem Zweck einfach nur auf den Papierkorb Button, um diesen zu leeren, und schon ist die Rechnung samt Signatur verschwunden. Bitte, wenn jemand auf seine Buchhaltung verzichten möchte, dann ist diese Methode die Reinlichste, aber das Geld wird trotzdem vom Konto abgebucht. Übrigens sind Rechnungen per E-Mail praktisch. Sie sparen Platz, schmutzen nicht und müssen niemals geschreddert werden. In der Esoterik haben sich die Zeiten verändert, denn heute schimpft man nicht mehr über eventuelle Hausgeister, man vertreibt sie mit Hilfe einer wild gewordenen Horde von Wachsengeln oder mit nackten Gartenzwergen, welche ihr Geschäft vor den Augen des Nachbarn öffentlich im Garten verrichten. Ich habe mir einmal überlegt, ob man so einen Gartenzwerg nicht auch auf den roten Teppich mitnehmen könnte. Die Presse müsste sich doch kopfüber auf die kleinen Zwerge stürzen, denn nackte Tatsachen ziehen besonders im Rampenlicht alle Blicke und Fotokameras auf sich. Prinz Ernst August von Hannover hat mit solchen Aktionen auch die pure Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil er es einfach nicht anders konnte. Ich hinke ihm noch hinterher, aber demnächst stelle ich meinen Gartenzwerg vor einen öffentlichen Pavillon und harre der Dinge, die dann hoffentlich auf mich zukommen, denn irgendwie muss ich ja meine Pressearbeit erledigen. Sie sehen schon, lieber Besucher, esoterische Übersinnlichkeiten sind heute nicht mehr unerreichbar fern der Realität, man findet sie auf offener Strasse. Übrigens liegen Kerzen, Räucherstäbchen und Klangschalen immer noch im Trend. Und wenn Sie sich jetzt noch schnell ein Duftöl von Anna Riva kaufen, achten Sie darauf, dass Sie einen brauchbaren Duft erwischen, denn manche Gerüche sind äusserst gewöhnungsbedürftig. Wie flirten Sie eigentlich? Ich habe neulich eine bombensichere Flirtmethode entdeckt, mit der Sie garantiert zu jeder Jahreszeit angepasst baggern können. Mit dem Spruch - Ist dir kalt? - lässt sich schnell der angemessene Körperkontakt knüpfen, denn besonders die kalten Hände müssen gewärmt werden. Übrigens flirtet man heute im Internet. Ich habe zu diesem experimentell ausgelegten Zweck die Xing Kommentare getestet. Ich kommentierte wahllos oder doch eher gezielt die Statusmeldungen der anderen Xing Nutzer und kam zum Ergebnis, dass Xing die perfekte versteckte Singlebörse für Unternehmer ist. Bitte, der Luxury Business Club ist noch um eine Nuance besser, denn hier erreicht man auf dekadenter Basis den Millionär, der einem das längst ersehnte lockere Leben ermöglicht. Ich muss mich unbedingt dort anmelden, um dem Scheich aus meinem Traum zu begegnen, denn der treibt sich bestimmt auf dieser geschäftsorientierten Flirtbörse herum. Sind eigentlich die Online-Chats noch in Mode? Als ich einst in grauer Steinzeit meinen ersten Computer kaufte, dachte ich noch, das Teil geht mit mir in Rente, denn für mich war er so vielfältig, dass ich zwei Leben brauchte, um alle Funktionen zu verstehen. So dachte ich damals, als ich den ersten Flirtchat im Internet entdeckte. Heute besitze selbst ich einen Facebook Account und sammle dort meine potenziellen Flirtpartner, die ich natürlich als Freunde tarne. Lieber Besucher, der Internet-Chat stirbt so schnell nicht aus, nur die Flirttechniken haben sich ein wenig verändert. Heute flirtet man auf freundschaftlicher Basis, denn man möchte ja so wenige Verpflichtungen wie möglich eingehen. Bitte, wenn wir uns noch eine Schublade weiter nach unten durchwühlen, gelangen wir zu einem gut verstauten Begriff, nämlich dem Casual Sex. Zuerst trifft man seinen guten Freund, um mit ihm eine Kleinigkeit zu essen, danach geht man mit ihm kurz ins Bett, denn die neue Daunendecke muss vorgewärmt werden, und hinterher trinkt man in aller Freundschaft einen Kaffee miteinander. Bei diesem gedanklichen Ausrutscher bin ich mir sicher, dass ich diese Art des Flirtens in der untersten Schublade verstaue. Jetzt weiss ich, warum ich meine Freunde gleich zum Kaffee trinken einlade. Ich wälze mich jedoch in Unsicherheit, wenn mich einer meiner Freunde zum Essen einlädt. Bitte, wenn Sie mich kurz entschuldigen, ich muss schnell noch in mein Facebook Profil hineinschauen, um nach dem Rechten zu sehen, denn ich könnte in den letzten fünf Minuten eine wichtige Dringlichkeit verpasst haben. Lieber Besucher, wir verbringen heute unsere Freizeit in den sozialen Netzwerken. Hier haben sich mehrere Gruppen gebildet. Ich gehöre zur Gruppe der All-Inklusive-Mitteiler, denn mein Mitteilungsbedürfnis ist gross genug, um die gesamte Facebook Gemeinde zu unterhalten. Es existiert neben mir noch die Geschäftsgruppe, welche die sozialen Netzwerke beruflich nutzt und dabei viel freie Zeit in die optisch gemütliche Gestaltung ihres Facebook Auftrittes investiert. Und dann hätten wir noch die Jammerer, welche ihr psychisch angeschlagenes Privatleben einer breiten öffentlichen Masse zugänglich machen. Wahrlich, da braucht man keinen Psychiater mehr. Übrigens gehöre auch ich heimlich zur Jammer-Gruppe, denn als Alles-Mitteiler jammere ich auch zwischendurch. Fast hätte ich die Gruppe der glücklichen Mitteiler vergessen, welche sich verlieben und dies dann der gesamten Welt mitteilen. Ich gebe Ihnen Bescheid, wenn bei mir eine eventuelle Hochzeit ansteht, dann kommen Sie bitte und filmen das Event, denn ich bestehe schon darauf, dass ich meine eigene Hochzeit am nächsten Tag in der Zeitung noch einmal revue feiern darf. Und wer heiratet mich? Wenn Michael Jackson noch leben würde, wäre er ein Lifestyle Element, aber wie ich zwischendurch immer noch bemerke, ist er es noch, denn sein Tod vermarktet sich hervorragend. Haben Sie auch schon Abschied vom King of Pop genommen, oder bewerben Sie sich gerade für die neue DSDS Staffel als potenzieller Sänger? Jawohl, ein neuer Lifestyle Trend hat sich in den Medien durchgesetzt, die DSDS Castings, die in einem Berg voller Fans gipfeln, und wer zum Schluss einer Staffel auf diesem Gipfel angekommen ist, darf sich mindestens ein Jahr lang feiern lassen, bis er von einem neuen Superstar abgelöst und in die Tiefen eines musikalisch kalten Tals gestossen wird. Ich wollte ja auch bei so einem Casting mitmachen, damit ich meinen Lesern glaubhaft versichern kann, dass mein Talent zu singen nahezu die Nullgrenze erreicht hat. Wenn Sie dieses Jahr noch keine Ohrenschmerzen hatten, singe ich Ihnen vielleicht einmal etwas vor, oder Sie verfolgen ein DSDS Casting mit. Übrigens findet Dieter Bohlen unter all den ohrenbetäubenden Kandidaten immer wieder neue Talente. Die Welt ist doch sehr sehr gross. Neulich kaufte ich mir eine orange Jacke, einen sogenannten Kurzmantel. Der hängt jetzt bei mir im Schrank und wartet darauf, bis ich passende orange Klamotten dazu finde, denn im Moment habe ich nichts im Kleiderschrank, was annähernd zum orangen Mantel passen könnte. Jedes Mal, wenn ich die Schranktüre öffne, lächelt er mich leuchtend an und bettelt in seiner schönsten, unwiderstehlichsten Farbenpracht darum, bitte nicht in so einem Altkleidersack zu landen. Vielleicht ist er eines Tages doch alt genug für die Altkleidertonne. Die aktuellen Mode Trends schreien manchmal danach, dass sich die Zeiten bitte rasch ändern mögen und andere Modeschreie über den Laufsteg des Lebens huschen mögen. Was ist eigentlich alltagstauglich? Ich bin in Bekleidungsdingen ja ohnehin schon ein bunter, farbintensiver Vogel, der sich von Zara verwöhnen lässt. Ich besitze auch einen knallgelben Minirock, aber diese Schranktüre mache ich selten auf. Einige Dinge in der Mode ändern sich übrigens nie, und das ist gut so. Bei Männern sind es die Krawatten, wobei ich jetzt festgestellt habe, diese Halsabschneider sind breiter geworden, glänzen intensiver und die langweiligen Muster haben sich zeitgemäss erfrischend verändert. Mein Bekannter besitzt noch Krawatten, die er aus nostalgischen Gründen als Erbstücke seines Grossvaters im hintersten Schrankeck lagert. Die Krawatten von früher waren so schmal, dass man sie bei flüchtiger Betrachtung fast mit einem Gürtel verwechselte. Frauen haben es leichter, wenn es darum geht, den faltigen Hals zu bedecken. Die Perlenketten kommen nie aus der Mode, nur die Perlen haben sich zum Vorteil der kaufbereiten Kunden verändert. Heute bekommt man Zuchtperlen, die man sich finanziell sogar leisten kann, denn auch Modeschmuck verhindert den Hautalterungsprozess am Hals, wenn man sich die neue Perlenkette dreifach um den Hals wickelt. Wo fliegen Sie dieses Jahr hin, wenn die Urlaubszeit Sie wachrüttelt und aus dem tristen Büroalltag befreit? Ich versuche es diesmal mit Israel, denn ich wollte immer schon wissen, wie es sich anfühlt, wenn zwei bis drei unterschiedliche Kulturen aufeinander prallen. Und wenn ich Israel überlebt habe, fliege ich nach Dubai, um den Scheich aus meinem Traum meine Mitgliedschaft im Harem anzubieten. Wenn ich dann genug geflogen bin, strebe ich den HON Status bei der Lufthansa an, denn als HON Passagier kann ich es mir endlich leisten, zu spät zum Flughafen zu kommen und immer noch einen freien Platz in der gebuchten Maschine zu ergattern. Ganz im Reise Trend liegen ja die Miles and more Sammelaktionen der Lufthansa, wobei ich sagen muss, dass für mich die Lufthansa selbst auch ein Trendsetter ist. Man sammelt Flugkilometer und gelangt bei extrem hoher Flugfrequenz irgendwann in diese gehobene Klasse der HON Passagiere. Jawohl, da möchte ich hin, und wenn ich meine Flughafenangst inklusive der Flugangst überwunden habe, stehen meine Chancen gut, als HON Fluggast von einer eigens für mich gecharterten Limousine direkt von zu Hause aus ins Flugzeug gebracht zu werden. Mich könnte man wahrscheinlich per Hand tragen, denn ich wiege nicht viel, wenn ich eine meiner tatkräftigen Diäten hinter mir habe. Wussten Sie eigentlich, dass HON Passagiere ein Gourmet Essen im Flieger erhalten, welches extra für sie zubereitet wurde? Möchten Sie dann eventuell mein Vorkoster werden, denn wenn ich erst einmal die Frau des Ölscheichs aus meinem Traum bin, kann ich Sie mir als persönlichen Vorkoster leisten. Bio ist ein Trend, der sich in den Einkaufstüten und Einkaufswägen breit macht. Und wenn ich nachverfolge, wo überall Bio drin ist, überlege ich mir bei manchen Produkten, das genauso gut gespritzte Obst und Gemüse der Normalhersteller zu kaufen. Bio ist nämlich nicht überall exakt drin, wo ein Bio Siegel auf der Verpackung abgebildet ist. Zum Glück müssen jetzt die Hersteller zunehmend genau angeben, was in einem Produkt drin steckt. Eier beispielsweise bevorzuge ich mit der Ziffernaufschrift 0 denn das sind Eier von biologisch gefütterten, freilaufend glücklichen Hennen, welche noch einen Hahn besitzen, der sie beglückt. Bei Bananen bin ich mir nicht sicher, wieviel Bio drin steckt, denn auch wenn ich den Affen im Zoo beim Frühstücken zuschaue, bemerke ich, dass die dieselben Bananen verspeisen, die ich teuer im Bioladen kaufe. Ein aktueller Shopping Trend geht direkt zum Bauern hin, wo man sogar Öko zum ansprechenden Preisvorteil kaufen kann, da die Handelsspanne nicht von einem Zwischenhändler gefressen wird. Öko findet sogar in meinen übersichtlich angeordneten, bedenklich denkfähigen Gehirnzellen einen Platz zum Überleben, denn Öko erlaubt keinerlei Kunstdünger. Bio hingegen kann man mit einer Reihe zugelassener Kunstdüngemittel aufpeppen, denn der Kunde möchte bitte einen grossen, glatt polierten Apfel für sein Geld bekommen. Haben Sie auch schon das allerneueste Handy, das alles für Sie erledigt? Normalerweise benötige ich mein Handy ausschliesslich zum Telefonieren, aber ich bemerkte einige nützliche Funktionen, die ich jetzt täglich mit mir herumtragen kann. Ich besitze seit neuestem einen Handy-Terminkalender, komme jedoch trotzdem zu jedem Termin zu spät. Den letzten Termin verpasste ich wirklich nur ganz knapp, nur um eine Woche kam ich zu spät. Ich könnte mein Handy als kleinen PC nutzen, wenn ich nicht so sehr an meinem grossen Notebook hängen würde. Gehen Sie eigentlich schon mit Ihrem Handy ins Internet? Ich muss das wissen, damit ich meine Website in Zukunft extra für Sie mobil mache und auf vier Räder stelle, damit sie mobiler unterwegs ist. Ich gehe ja mit meinem Handy ins Bett, denn wir schlafen miteinander, miteinander unter derselben Bettdecke, oder eher nebeneinander im selben vorgeheizten Daunenbett. Zukunftsforscher behaupten ja, dass unser Handy eines Tages alle zentralen Wege in unserem Leben steuert, sogar unsere inneren Körperfunktionen und den Gesundheitszustand überwacht. Die neue Ernährungs App und die Abnehm App nutze ich bereits, auch wenn mich trotzdem der Hunger nach leckeren Marzipan-Pralinen zwischendurch einholt und die Apps somit regelmässig ihren Dienst quittieren. Wann gehen Sie eigentlich wieder einmal zum Zahnarzt? Gerade neulich habe ich gelesen, dass es Zahnärzte gibt, welche unsere Zähne krank machen. Ich habe aber auch bis jetzt noch keinen Heilpraktiker gefunden, der als Zahnarzt auf rein pflanzlicher Basis Karies behandelt und Löcher stopft. Heute sind Wellness Zahnärzte in Mode. Man bekommt anstatt einer Spritze eine Hypnosebehandlung verpasst. Beim Zahnarzt werde ich zum bissigen Hund, egal, ob mit herkömmlich schulmedizinischer Betäubung oder unter Hypnoseeinfluss, ich beisse notfalls wie ein Rotweiler zu, wenn Gefahr droht oder ich Lust verspüre, meinen Zahnarzt verspielt zu beissen. Kein Wunder, dass ich mir jetzt einen neuen Zahnarzt suchen muss. Ich habe mir schon überlegt, mir Haare auf den Zähnen wachsen zu lassen, damit man meine irrtümlich entstandene Karies nicht sieht. Übrigens boomen jetzt auch die Anti Angst Programme vor Zahnärzten. Wahrlich, da könnte ich mitmachen, sobald ich nicht mehr mein eigener Rotweiler bin, denn als Hund kann ich höchstens an einem Benimmkurs teilnehmen. Ach ja, fast hätte ich es vergessen, Zahnärzte für Hunde liegen auch total im Trend. Man findet sie gleich neben den leckeren Hundefutter Tierhandlungen oder neben dem Hundefriseur, denn wenn das Fell klassisch kahl geschnitten wurde und der Hund sein Leckerli gefuttert hat, braucht er einen Wellness Zahnarzt, der ihm einfühlsam das Pfötchen hält, während er seinen Zähnen ein Bleaching verpasst. Haben Sie Ihr Zuhause auch schon im sensiblen Stil des Feng Shui eingerichtet? Mein Schlafzimmer war ja bis vor kurzem noch ein aggressiver Tempel aus roten Bettdecken. Man hat es bereits versehentlich mit der Spielwiese des ältesten Gewerbes verwechselt, und wenn ich nicht so arg prüde und unverschämt schamhaft anständig wäre, hätte ich vermutlich noch versehentlich drin gearbeitet. Mit Feng Shui lassen sich wunderbare Harmonien im Haushalt erzeugen, man kann es aber auch übertreiben. Übrigens ziert jetzt eine himmelblaue Bettdecke das Flair meines Schlafzimmers, damit ich wenigstens im Traumland ein wenig Himmel verspüre. Ich habe mir im Wohnzimmer eine runde Meditationsecke in Form eines runden Teppichs eingerichtet, mitten im Raum, denn hier ist das Zentrum, welches Energien bündelt und fliessen lässt. Ich hoffe nur, dass die geistig angesammelte Energie sich in meinem Kopf bündelt und nicht ungenutzt durch mein Gehirn hindurch fliesst. Ich glaube, ich schliesse jetzt lieber die Fenster, denn ich muss die Energie festhalten. |