Beziehung und Partnerschaft

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So bringen Sie Leidenschaft in Ihre Partnerschaft

beziehungWie gut kennt man seinen Partner, wenn man bereits eine längere, glückliche Beziehung mit ihm hat? Hat der Partner blaue Augen oder doch eher braune Augen? Was ist das Lieblingsessen seines Partners, und was kann er am wenigsten leiden? Trägt der Partner eher gerne rote Klamotten oder ist er der unauffällige Typ und trägt Brauntöne? Man hat jetzt herausgefunden, dass eine lange Beziehung viele Fragen nicht mehr zur Zufriedenheit beantworten kann. Nun, das ist nicht schlimm, solange man seinen Partner beim richtigen Namen kennt und ihn nicht versehentlich mit einer neuen Blüte verwechselt.

In einer langen Beziehung werden plötzlich andere Dinge wichtig. Das Vertrauen steht an erster Stelle, die Vertrautheit untereinander ist enorm gewachsen während der Beziehung, da können die Augenfarben nicht mehr mithalten. Das Äussere des Partners rückt etwas zur Seite, weil der Alltag viel Platz braucht, in dem man seinen Partner täglich sieht und im besten Fall noch mit ihm gute Gespräche führt. Am schlimmsten wird es nämlich, wenn man sich nichts mehr zu sagen hat. Dann treten plötzlich die äusseren Fehler des Partners wieder in den Mittelpunkt.

In einer Langzeitbeziehung ist es ziemlich egal, was der Partner gerade für Klamotten trägt, Hauptsache ist, man liebt ihn trotzdem. Aber einen Blick sollte man schon auf seinen Partner werfen, besonders in einer langen Partnerschaft, denn sonst geht man mit seinem Partner eines Tages essen und bemerkt nicht einmal, dass er gar nichts anhat ausser seine Schuhe. Das Miteinander in einer langen Beziehung wird zwar nicht mehr von Äusserlichkeiten geprägt, aber wissen sollte man schon, welche Dessous die Frau bevorzugt, wenn man ihr Unterwäsche zu Weihnachten schenken möchte.

 

Die Liebe in einer Partnerschaft

Zuerst ist die grosse Verliebtheit am Start. Wenn die rosarote Brille nicht immer am Anfang einer Beziehung stehen würde, gäbe es nur Paare und Beziehungen, die alle nach drei bis vier Monaten oder noch früher getrennte Wege gehen würden. Die Verliebtheit schliesst unsere Augen vor den Macken des Partners und macht jede Beziehung erträglich. Nach und nach bemerkt man, dass der Partner auch Fehler hat, dass er in der Nacht schnarcht, laute Töne in der Toilette von sich gibt und beim Essen immer den Oberteil des geschnittenen Brötchens haben möchte. Wenn man nicht damit leben kann, ist hier die Beziehung zu Ende. Wer aber die Verliebtheit so genossen hat, dass er vom Partner nie genug bekommen kann, der beginnt die Macken und Fehler des Partners zu lieben. Dann beginnt hier der echte Beziehungsalltag.

Er und sie kennen sich schon lange, so zirka sechs Monate. Er findet es sogar süss, wenn sie ihn Schlumpf nennt und mit ihren Kuscheltieren und ihrer kleinen Plüschmaus jeden Abend zusammen im Bett liegt. Sie findet es sogar erträglich, wenn er sie andauernd an der Nase und an beiden Ohren wie ein Hund abschleckt und sie Faulischlumpf nennt. Mittlerweile reden sie und er schon in trauter Zweisamkeit in der Schlümpfe Sprache, sprechen mit den Kuscheltieren und den Gegenständen in der Wohnung.

Er und sie leben in einer gemeinsamen Wohnung, denn die Verliebtheit ist in echte Liebe übergegangen. Ja, sowas passiert eben, wenn man sich mag. Im echten Leben ist er ein Banker, ein echter Erbsenzähler und sie eine Geschäftsfrau mit immer neuen Ideen, die die Welt nicht braucht. Zusammen haben er und sie es geschafft, ein ruhiges und angenehmes Leben zu führen, mit all den Ängsten des Erbsenzählers und all den perplexen Komplexen der Geschäftsfrau.

In der gemeinsamen Wohnung kann nun der Beziehungsalltag von ihm und ihr beginnen. Der Beziehungsalltag von ihm und ihr ist alles andere als die pure Verliebtheit. In den Anfangszeiten blieben sie und er manchmal den ganzen Tag im Bett, stellten sich ein paar Wasserflaschen neben das Bett, damit sie nicht verdursten konnten. Abends gingen sie und er einkaufen, damit sie nicht verhungern konnten. Anfangs lebten die beiden in getrennten Wohnungen, jeder für sich und beide fürs Ich. Jetzt beginnt der Beziehungsalltag bereits morgens, wo sie und er rasch aufstehen müssen, weil der Tag ihnen davon läuft. Komisch, davon dass der Tag davonlaufen kann, haben die beiden anfangs nichts bemerkt. Hat der Tag etwa Beine, die laufen können? Glauben Sie mir, in einer echten Beziehung bekommt der Tag Laufbeine, denn der Alltag hat seine monotonen Tücken.

Die Sehnsucht nach der richtigen Partnerschaft

Menschen sind zwischendurch immer wieder auf Partnersuche und melden sich bei Partnervermittlungsagenturen an. Das ist ein grossartiges Geschäft mit den Gefühlen der Liebe. Aber es öffnet uns auch Chancen und Wege, die wir vor Jahren noch nicht gesehen hätten.

Früher zu Omas und Opas Zeiten lebten die Partner und Eheleute ein ganzes Leben miteinander und gingen durch Dick und Dünn. Das kam auch bestimmt daher, da die Leute damals nicht so uralt geworden sind, dann brauchten sie nur ca. 15 bis 20 Jahre zusammenzuleben. Das schaffen heute manche Ehen auch. Aber im Grunde haben wir uns auseinandergelebt. Wenn wir an einer Beziehung winzige Zweifel bekommen, oder der Vollmond nicht mehr ganz am Himmel steht, trennen wir uns oft vom Partner. Manche Menschen trennen sich von ihrem Partner bereits, obwohl der eine Partner noch meint, er würde in einer harmonischen und intakten Beziehung leben. Und dann sind da noch die Reize von aussen, die die Partnerschaft entzweien könnten, da einer der Partner eine andere Blume entdeckt.

Eine gute und langanhaltende Partnerschaft wächst langsam und reift. Sie erlebt Sommerzeiten und Winternächte, bleibt aber immer stabil. Die Felder sind besonders im Frühling und Sommer voll von Blumen, aber die schönste Blüte ist der eigene Partner, die anderen Blumen werden ohnehin abgemäht und den Kühen zum Fressen gegeben. Da muss man doch froh sein, dass man so eine tolle Blüte zu Hause hat. Wenn man den idealen Partner gefunden hat, bewundert man ihn für seine Stärken und liebt ihn für seine Schwächen.

Menschen auf Partnersuche sollten den nächsten Partner genau ansehen, denn wenn man mit jemandem eine Partnerschaft eingeht, trägt man auch eine grosse Verantwortung für den Partner. Man kann ein kleines Herz unheimlich verletzen, wenn man sich einfach wieder schnell von einem Partner trennt und den nächsten findet.

 

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