Wann kommt der nächste Wirtschaftsaufschwung?
Wir lernen die Vorteile einer intakten Wirtschaft immer dann zu schätzen, wenn wir uns in einer Wirtschaftskrise befinden. Vorher fällt uns die Wirtschaft gar nicht auf. Sie ist wie die Luft, die wir einatmen, immer vorhanden, aber kaum spürbar. Und wenn dann eine Wirtschaftskrise kommt, bemerken wir erst, welch grosser Sturm um uns herum weht. Warum gibt es eigentlich Wirtschaftskrisen?
Es gibt sie, da ein ständiges Bergauf der Wirtschaft irgendwann am Himmel angrenzt und nicht mehr höher steigen kann. Irgendwann muss es immer wieder eine wirtschaftliche Talfahrt geben, das ist ganz natürlich. Aber eine kleine wirtschaftliche Talfahrt muss doch nicht gleich in einer Krise, in einer Katastrophe für die Geldbörse enden.
Die echte wirtschaftliche Katastrophe beginnt, wenn wenige Menschen aus Geldgier immer mehr wollen, mehr in ein Unternehmen investieren, aber weniger Profit ernten. Wenn eine Firma höher eingeschätzt wird, als sie tatsächlich ist, holen die Geier auch mehr Geld heraus, als zu holen ist. Also beginnt eine Wirtschaftskrise zuerst in den Köpfen der Menschen, dann an der Börse in der lieben Aktienwelt, und schliesslich in der leeren Geldbörse. Plötzlich bekommen gute Firmen keine Unterstützung mehr.
Was können Unternehmer tun, um gut durch eine Wirtschaftskrise zu kommen? Sie müssen klein weiterwirtschaften, denn für grosse Anschaffungen fehlt das Geld. Unternehmer, die in Aktien investieren, könnten eigentlich auch ihr Geld beim Spielen einsetzen, denn nichts anderes ist die heutige Börse. Lange kann es gut gehen, aber in Krisenzeiten verlieren solche Unternehmen immer.
Die Gewinner sind die, welche sich ein fettes Geldkissen zugelegt haben und in Krisenzeiten davon zerren. Und wie sieht die Realität aus? In einer Konjunkturzeit vergisst man zu sparen, und in einer Wirtschaftskrise hat man kein Geld mehr zum Sparen.
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