Wie verhindere ich eine Firmeninsolvenz?
Wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig ist, droht die Firmeninsolvenz. Im Grunde sollte man jetzt innerhalb der nächsten sechs Wochen die Insolvenz melden, wenn man nur mit dem Einlagekapital haften möchte und gleich wieder offen sein will für ein neues Unternehmen. Deshalb hatte man auch einst die GmbH gegründet, damit im Insolvenzfall nicht die eigene Unterhose und das Designerhemd an die Gläubiger weitergereicht werden. Aber mit der Unterhose haben die Gläubiger ohnehin wenig Freude.
Franjo, das Boot, gleitete auch sanft in seine Firmeninsolvenz. Das kommt daher, da kein Unternehmer bei der ersten Zahlungsunfähigkeit zum Hammer greift und innerhalb von sechs Wochen seinen Betrieb lahmlegt. Es sind immer schleichende und sich in die Länge ziehende Prozesse, begleitet von vielen Liquiditätsengpässen. Oft merkt man erst, dass zuwenig Geld am Firmenkonto liegt, wenn der nächste Firmenurlaub in der Karibik vorzeitig abgebrochen werden muss, und der Firmenwagen, der neue Porsche, keinen Kilometer mehr fahren kann, da die Leasingraten nicht bezahlt wurden.
Jetzt erst wird es kritisch, und man überlegt sich zuerst, ob nicht die Mitarbeiter ein paar Monate auf ihr Gehalt verzichten möchten. Vielleicht merken die das gar nicht, wenn das Geld am Monatsanfang nicht auf die Konten der Mitarbeiter fliesst. Immerhin, ein Urlaub auf Firmenkosten wäre dann noch drin. Eine Firmeninsolvenz ist genau wie die Privatinsolvenz kein Honigschlecken, wenn man wirklich in der Hungerszeit zurückstecken muss.
Die Firmenpleite kann aber auch angenehm verlaufen, wenn man einen Strohmann hat, der die Geschäfte unter anderem Namen für den Betroffenen der Insolvenz weiterführt. Immerhin darf man nach sieben Jahren wieder selbst im Betrieb anpacken, wenn er noch da ist.
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