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Tun Sie etwas für Ihre Bildung

bildungBildung öffnet uns Türen, wo vorher bloss ein kleines Kellerfenster den Blick in die hell erleuchtete, mit Chancen überfüllte, erfolgsorientierte Welt öffnete. Und deshalb, liebe Leute, bilden Sie sich weiter, damit Ihr Gehirn immer genug zu futtern hat, denn sonst winkt unter ungünstigen Umständen im Alter der Alzheimer Zustand, welcher das schlaue, aber müde Köpfchen irgendwann ans Pflegebett fesselt. Erschreckend, dieser hart umschriebene, mit peinigenden Worten umhüllte Satz. Prägen Sie ihn sich ein, damit Sie den Weg zu Ihrer individuellen Weiterbildung schneller finden.

Im zarten Jugendalter bekommen manche Jugendliche in gewissen Phasen des Leichtsinns eine Art Gleichgültigkeit gegenüber dem Wissen, was die Welt für unsere Köpfe verdaulich und schmackhaft bereit hält. Auch ich hatte in meinem jugendlichen Leichtsinn einst ein volles Schuljahr im Gymnasium verschlafen und kam nur zur Schulfete und am Zeugnistag in die Schule. Was für ein Glück ich doch hatte, als ich das Schuljahr wiederholte und sich mein angeschlagener Geisteszustand überlegte, doch einen klügeren Weg einzuschlagen, sonst hätte ich mein Abitur vermutlich erst in der herbstlichen Fallobstzeit des Rentenalters nachgeholt. Da fällt mir ein, ich bin noch gar nicht so weit, dass ich in Rente gehen könnte.

Liebe Besucher, Sie sehen schon, Bildung hört nicht automatisch auf, wenn man die Pforten der Schule und Universität hinter sich lässt, sie kann jeden Tag beginnen, sich in unseren Köpfen entfalten und sich im Alltag ausbreiten. Beginnen Sie einfach heute damit, wenn Sie noch nicht mitten drin sind in Ihrem Wissensdrang. Gebildete Menschen finden leichter den roten Faden eines guten Gesprächs und können sich besser in eine Unterhaltung integrieren. Aus diesem und weiteren Gründen sind Menschen mit einer gewissen Allgemeinbildung begehrter und wirken interessanter.

Wenn allerdings mein Wissensstand im Gehirn nur einen Bruchteil dessen ausmachen würde, was mein immer offener Mund in Worte fassen kann, dann hätte ich einen derart voluminösen Kopf, dass ich mehrere Schultern bräuchte, um ihn aufrecht am Hals zu tragen. Und dies ist ein weiterer Aspekt des Wissens. Es nützt nichts, wenn wir unser angeeignetes Wissen in uns verbergen, tief vergraben, wir müssen es mit anderen teilen, uns mitteilen, denn nur aus dem gemeinsamen Miteinander können neue Ideen entstehen. Ein Kopf alleine kann nie so viele Ideen in sich bergen, wie es viele Köpfe im gegenseitigen Gedankenaustausch tun können. Und so entstand unter anderem aus der kleinen, tröpfelnden Kerze das elektrische Licht, welches für mich gedanklich immer noch aus dem Lichtschalter kommt.

Hätten Sie sich vor vielen Jahren gedacht, dass wir alle durch unsichtbare Leitungen miteinander verbunden wären? Hätten Sie das Internet zum Telefonieren und Chatten benutzt, wenn Sie es erst erfunden hätten? Und so entwickelten schlaue und neugierige Köpfe im Laufe der Zeit das Internet, das Handy, das Netbook mit der feinen WLAN Leitung, welches man mit in den Dschungel nehmen kann.

Da können Sie sich zusammen mit dem Tiger und der Schlange das Dschungelbuch auf DVD ansehen, während Sie mitten im Amazonas sitzen. Als einer meiner Freunde zum ersten Mal an der Uni das Internet kennenlernte und chattete, glaubte er nicht, dass seine Chatpartnerin in Mexico sitzt. Er dachte, die surft nebenan in einem Kämmerchen.

Er wollte sich persönlich davon überzeugen, dass seine Chatpartnerin in Mexico sitzt, ging deshalb nach Mexico in das kleine Kämmerchen nebenan und fand zwei liebe Liebende in einer peinlichen Situation vor. Mexico ist eben ein kleines Dorf. Die Chatpartnerin kam dann nach Europa, damit mein Freund keine Zweifel mehr hegen musste. Die beiden verlobten sich sogar.

Der Fortschritt bringt Menschen zusammen, macht aus einer grossen, fremden Welt ein kleines, behagliches Dorf und macht uns zu Freunden. Glauben Sie mir, der Fortschritt ist eine gute Sache, man muss nur wissen, wie man mit ihm umgeht. Wenn man die Umwelt und die Natur dabei berücksichtigt, der Mutter Erde auch einen Platz zum Leben einräumt, dann lebt man mit dem Fortschritt ganz gut.

 

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