Wie verhalte ich mich beim Bewerbungsgespräch?
Wenn sich Männer und Frauen auf Jobsuche begeben, beide zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden, hat der Mann manchmal andere Vorstellungen von seiner Arbeitsstelle als die Frau. Aber werden Frauen heute noch benachteiligt im Job und in der Jobvergabe? Natürlich sucht man auch heute noch gerne eine Sekretärin, eine Assistentin, eine Telefondame oder eine Empfangsdame.
Das sind immer noch vorwiegend Frauenberufe, die schlecht aber recht bezahlt werden. Eine weibliche und ansprechende Stimme am Telefon, eine hübsche Dame am Empfang eine attraktive Sekretärin, eine wunderschöne Messehostess, das sind typische Frauenbesetzungen im Job. Was ist aber, wenn der Mann im Bewerbungsgespräch bei der Bezahlung, dem Gehalt, vollkommen benachteiligt wird und der Frau höhere Löhne versprochen werden?
Der Mann beginnt sich zu verteidigen, zu wehren und versteht die Welt nicht mehr. Männer fühlen sich sofort in ihrer Leistung und Ehre gekränkt, wenn sie gegenüber Frauen benachteiligt werden und weniger Lohn bekommen sollen. Die meisten lehnen so ein Arbeitsverhältnis und Jobangebot ab. Und was machen Frauen in dieser Situation? Frauen reagieren überrascht, wenn ihnen Vorteile gegenüber einem Mann in Jobsachen winken. Aber wie reagieren Frauen, die benachteiligt werden?
Die meisten Frauen nehmen die Lohnbenachteiligung hin und nehmen den Job trotzdem an. Sie nehmen es einfach hin, dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn bekommen. Das ist falsch. Jeder, Frauen und Männer, sollten für die gleiche Arbeit gleich bezahlt werden. Nur ist der Arbeitsmarkt im Moment etwas dünn bewohnt, und man muss manchmal das annehmen, was man bekommt, wenn man auf Arbeit angewiesen ist. Aber wer glänzt und weiterkommen möchte, der arbeitet sich auch in Wirtschaftskrisen nach oben.
Motivation für das Bewerbungsgespräch
Viel Zeit unseres Lebens verbringen wir auf unserem Arbeitsplatz. Im Büro sitzen wir uns den Popo wund, am Bau krümmen wir uns die Wirbelsäule schief, und in der Gastronomie leidet der ganze Körper. Wozu arbeiten wir überhaupt, wenn uns alle Glieder schmerzen? Wir müssen Geld verdienen, denn heute kostet alles eine Menge Geld. Trotzdem können sich viele Menschen den Urlaub in der Karibik, die Yacht auf Mallorca und die Luxuslimousine nicht leisten.
Arbeiten die zu wenig, oder haben die etwa den falschen Job? Arbeit kann auch ganz anders ausfallen. Motiviert kommt der Mann ins Büro und setzt sich auf seinen Sesselball, damit der Rücken gerade bleibt. Motiviert geht der Chef auf seine Baustelle und hilft fleissig mit, damit alle Wirbelsäulen nur ein bisschen leiden müssen. Motiviert geht der Restaurantinhaber in sein eigenes Restaurant und arbeitet genau so wie seine Angestellten, sodass das Personal auch motiviert ist.
Arbeit ist eine Einstellungssache. Das merkt man bereits beim Bewerbungsgespräch. Man stellt nicht jeden ein. Wer motiviert in seinen Job hinein geht, dem tut auch nicht der ganze Körper weh. Der findet Aufstiegsmöglichkeiten und kann einen schönen Urlaub in der Karibik machen. Wer unmotiviert und faul an seinem Arbeitsplatz sitzt, verpasst die vielen Aufstiegschancen und schaut sich die Yacht auf Mallorca im Katalog an.
Was bringt uns all der Neid um die Besserverdienenden, wenn wir selbst uns nicht aufraffen und endlich die Jobchancen ergreifen. Arbeit sorgt auch für einen Ausgleich im Leben, denn wer lange Zeit arbeitslos ist, fällt in unangenehme Verhaltensmuster hinein. Der Wortschatz schrumpft, das Wissen geht zurück, die sozialen Kontakte minimieren sich. Zum Schluss sitzt der Mensch zu Hause und unterhält sich - Wau Wau - in der Hundesprache mit seinem Hund.
Aber sogar der Hund hat einen Knochenjob und bellt fröhlich dahin. Da müsste man fast schon neidisch auf seinen Hund sein. Wer keine Arbeit findet, der sucht sich am besten eine Arbeit, die nicht auf den ersten Blick als Arbeit sichtbar ist. Die Welt ist voll von Arbeitsplätzen, man sieht sie nur nicht auf den ersten Blick. Arbeit macht glücklich, denn der Tag bekommt eine Struktur in sein Tagesgeschehen. Wir sind im Grunde Alltagsmenschen, auch wenn wir uns im Alltag danach sehnen, den Alltag zu verlassen.
|