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Wie sieht ein gutes Arbeitszeugnis aus?

Wissen Sie, was in einem Arbeitszeugnis stehen muss, und vor allem darf? Viele sind sich der Gefahr eines Arbeitszeugnisses nicht bewusst, bewerben sich immer wieder erfolglos und merken nicht, woran es liegt, dass sie immer noch zu Hause am Sofa Harz 4 empfangen.

Es existieren Ausdrücke in einem Arbeitszeugnis, welche der Laie gelassen hinnimmt, jedoch für den Fachmann so dreist und unmöglich erscheinen, dass ihm die Nackenhaare ins Gesicht hineinwachsen. So heisst beispielsweise der Satz “Sie hat ein gesundes Selbstbewusstsein”, dass sie sich grundlos in die Arbeit und Meinung ihrer Vorgesetzten einmischt.

Der Satz “Sie ist aufgeschlossen und offen gegenüber ihren Mitarbeitern” bedeutet, dass sie intime Verhältnisse zu den Kollegen anstrebt. “Der Mitarbeiter hat sich angestrengt und bemüht”, heisst nichts Gutes, denn das bedeutet, dass der Mitarbeiter alles falsch gemacht hat und faul in seinem Sessel sass. “Der Mitarbeiter hatte eine eigene Sorgfalt”, bedeutet, dass er schlampig und unzuverlässig arbeitet.

Die bösartige, versteckte Sprache mit den fast unsichtbaren Botschaften in einem Arbeitszeugnis, kennt keine Grenzen. Ein paar Worte zuwenig oder zuviel könnten schon die langfristige Arbeitslosigkeit bedeuten. Aber keine Panik, der Vater Staat sorgt für uns alle, auch für die Bevölkerung am hauseigenen Sofa. Davor brauchen Sie allerdings auch keine Angst zu haben, denn gegen ein schlechtes Arbeitszeugnis können Sie klagen.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen ein ordnungsgemässes und gutes Arbeitszeugnis auszustellen. Lassen Sie Ihr Zeugnis vor der nächsten Bewerbung begutachten und zwingen Sie Ihren früheren Arbeitgeber, wenn es nötig ist, zu einer Verbesserung des Arbeitszeugnisses. Die Gerichte sind voll von Zivil- und Arbeitsklagen, da ist auch ein Plätzchen für Sie frei.

 

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Impressum   © Elisabeth Putz

 

 

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